Harting: Vielleicht Doping besser erlauben?

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Robert Harting

Mannheim - Der Kampf gegen Doping ist für Diskuswerfer Robert Harting ein fast aussichtsloses Unterfangen.

“Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhören mag. Dann würde sich zumindest niemand mehr darüber aufregen“, sagte der 24 Jahre alte Berliner in einem Interview des “Mannheimer Morgen“ (Dienstag-Ausgabe). Der Vizeweltmeister von 2007 hat angesichts der Tatsache, dass er sauber ist und von möglichen Dopern betrogen wird, praktisch schon resigniert: “Wo Geld ist, wird gedopt. Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache anzukämpfen.“

Harting erklärt in dem Interview weiter: “Sport und Doping gehören leider so zusammen wie Henne und Ei.“ Man dürfe zwar keinen Generalverdacht aussprechen, “aber das Problem ist, dass Sportler wie ich, die einen Riesenverschleiß am eigenen Körper erzeugen, weil sie nicht dopen, um den Lohn für ihre ehrliche Arbeit gebracht werden.“

Bei der Leichtathletik-WM in Berlin (15. bis 23. August) will der dreimalige deutsche Meister wieder um eine Medaille kämpfen. “Eigentlich gefällt mir mein Spitzname Silberrücken ganz gut. Es gibt Schlechteres, als mit dem Alpha-Männchen einer Gorilla-Familie verglichen zu werden“, meinte Harting. “Ich hätte gegen den Vize- Titel nichts einzuwenden, aber einem Anführer steht die Farbe Gold auch nicht schlecht.“

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