Formel 1

McLaren-Boss: Teams streiten um weitere Kostensenkungen

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Zak Brown, Motorsport-Chef des britischen Formel1-Rennstalls McLaren. Foto: David Davies/PA Wire/dpa

London (dpa) - Die Formel-1-Teams wollen wegen der Corona-Pandemie die bereits beschlossene Ausgabengrenze offenbar weiter senken. Strittig sei unter den Rennställen aber noch die Höhe der Reduzierung, sagte McLaren-Geschäftsführer Zak Brown der BBC.

"Alle sind für 150 Millionen Dollar, und eine große Mehrheit - einschließlich eines der Top-Teams - ist bereit, noch deutlich unter 150 Millionen Dollar zu gehen", sagte der US-Amerikaner. Das Budgetlimit soll von der nächsten Saison an greifen und für mehr Wettbewerb sorgen. Bislang waren 175 Millionen US-Dollar (161 Millionen Euro) als jährliches Kostenlimit für jedes Team vereinbart.

Brown warnte, die Formel 1 sei wegen der Corona-Krise in einem "sehr zerbrechlichen Zustand". Die Rennserie hatte wegen der Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle WM-Läufe bis mindestens Juni abgesagt oder verschoben. Die Teams sind derzeit in vorgezogenen Werksferien. "Ich könnte mir vorstellen, dass vier Teams verschwinden, wenn dies nicht richtig gehandhabt wird", sagte Brown.

Der 48 Jahre alte Motorsport-Boss des britischen Rennstalls hat als künftiges Budgetlimit die Summe von 100 Millionen Dollar (92 Millionen Euro) vorgeschlagen. Brown könnte sich als Kompromiss eine Einigung bei 125 Millionen Dollar vorstellen. Der BBC zufolge sperren sich vor allem Sebastian Vettels Ferrari-Team und Red Bull gegen eine noch weitere Absenkung der Ausgabengrenze.

"Zwei Teams stellen ihre sportlichen Interessen weit über das große Ganze und begreifen nicht, dass sie das Risiko eingehen, den Sport zu gefährden - und dann verlieren wir alle", sagte Brown.

McLaren hatte als erstes der zehn Formel-1-Teams in der Corona-Krise Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt. Die beiden Piloten Lando Norris und Carlos Sainz und das höhere Team-Management verzichten freiwillig auf Teile ihres Gehalts.

Aussagen von Zak Brown bei der BBC

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