Murray gewinnt Masters-Turnier in Montréal

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Andy Murray hat das ATP-Masters-Turnier in Montreal gewonnen.

Montréal - In der Hitze von Montréal hat Andy Murray einen kühlen Kopf bewahrt und sich nach seinem vierten Masters-Titel über einen warmen Geldregen gefreut.

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Der schottische Tennisprofi gewann am Sonntag (Ortszeit) bei Temperaturen von 30 Grad im Glutofen Center Court nach 2:45 Stunden als erster Brite das Endspiel des ATP-Masters-Turniers gegen den am Ende völlig entkräfteten Argentinier Juan Martin del Potro mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 6:1.

Murray aktuell Weltranglisten-Zweiter

Neben seinem fünften Titel des Jahres und 443 500 Dollar Preisgeld bringt Murray der Triumph beim mit drei Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Event auch seine höchste Platzierung in der Weltrangliste ein. Seit Montag wird der 22-Jährige auf Position zwei geführt und verdrängt den Spanier Rafael Nadal auf Rang drei.

“Es waren harte Bedingungen für uns beide. Ich habe einfach versucht, bis zum Ende durchzuhalten“, sagte Murray, der zuletzt in Wimbledon gespielt und sich anschließend bei subtropischen Temperaturen in Miami gezielt auf die anstehenden Hartplatzturniere in Nordamerika vorbereitet hat. Der Schweiß von Florida kam ihm knapp 2500 Kilometer nördlich zu Gute. Nach zwei ausgeglichenen ersten Sätzen hatte Murray im dritten und entscheidenden Durchgang klare konditionelle Vorteile - nach zwei Breaks und 27 Minuten war er der “Master von Montréal“.

“Del Potro hat mich unwahrscheinlich laufen lassen, aber ich wusste, dass ich in den vergangenen beiden Wochen im Training viele lange Matches gespielt und somit eine gute Ausdauer hatte“, sagte Murray. Sein 20 Jahre alter Kontrahent bestritt hingegen sein neuntes Turnier-Spiel in 13 Tagen, hatte sichtliche “Verschleiß- Erscheinungen“ und musste zwischendurch an Schulter und Rippen behandelt werden. “Ich habe bis zum Schluss alles gegeben, aber ich konnte Andy einfach nicht besiegen“, meinte der Weltranglisten- Sechste, der eine Woche zuvor beim Turnier in Washington triumphiert hatte.

dpa

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