Täter mit neuer Erklärung

Helm-Attacke in der NFL: Schläger Garrett versucht Skandal zu rechtfertigen - Rassismus?

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Myles Garrett geht nach seiner Helm-Attacke gegen Mason Rudolph vom Feld.

Nach seiner skandalösen Helm-Attacke in der NFL wirft Myles Garrett dem Steelers-Quarterback Mason Rudolph rassistische Äußerungen vor. Die Verwunderung ist groß.

  • Myles Garrett sorgt für einen der größten Skandale der Football-Geschichte
  • Der Spieler der Cleveland Browns schlägt seinem Gegner mit dem Helm auf den Kopf
  • Anschließend erhält der Defensive End eine Rekordstrafe in der NFL

Update vom 22. November 2019: Cleveland/New York - Nach seiner skandalösen Helm-Attacke gegen Steelers-Quarterback Mason Rudolph hat Myles Garrett versucht, sein Verhalten zu entschuldigen. Der Defensive End der Cleveland Browns behauptete laut dem Sender ESPN, er sei vor der Schlägerei von Rudolph rassistisch beleidigt worden. Dieser wies die Anschuldigungen über seinen Anwalt jedoch vehement zurück.

Wie ran.de berichtet, wurde der Fall laut NFL-Insider Mike Garafolo geprüft. Es wurden jedoch keine Beweise für rassistische Aussagen gefunden.

Myles Garrett: Rudolph weist Rassismus-Vorwurf zurück

Auch Garretts Mitspieler wissen diesbezüglich von nichts. So soll sich Browns-Quarterback Baker Mayfield gegenüber NFL-Insider Jake Trotter verwundert gezeigt haben. Er wisse nichts von rassistischen Anschuldigungen. Defensive Tackle Sheldon Richardson sagte: "Garrett hatte mir davon nichts erzählt."

Inzwischen fand in New York die Anhörung statt. Danach stand fest, dass Garrett weiter auf unbestimmte Zeit gesperrt bleibt. Endgültig abgeschlossen ist der Fall damit allerdings noch nicht.

Myles Garrett erhält NFL-Rekord-Strafe nach Helm-Attacke

Ursprungsmeldung: Der handfeste Skandal um die Helm-Attacke von Myles Garrett hält auch Tage danach die Football-Fans rund um den Globus in Atem. Anhänger, Spieler, Trainer und Experten zeigten sich schockiert und wütend über die Entgleisung des Defensive Ends in der NFL. Auch Quarterback-Star Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs war fassungslos.

Kyle Juszcyzk von den San Francisco 49ers forderte etwa eine Sperre bis zum Saisonende. Sein Trainer Kyle Shanahan sagte, der Vorfall sei eine der inakzeptabelsten Sachen, die er jemals gesehen hatte.

Der Kommentator im US-Fernsehen, Joe Buck, meinte gar, es sei das Schlimmste gewesen, was er je gesehen habe. Der NFL-Legende und Experten Troy Aikman fehlten die Worte.

Skandal in NFL: Garrett schlägt Rudolph Helm auf den Kopf - dann Massenschlägerei

Aber der Reihe nach. Was war eigentlich passiert? Im Football-Spiel der NFL zwischen den Cleveland Browns und den Pittsburgh Steelers liefen gerade die letzten Sekunden. Die Partie war beim Stand von 21:7 zugunsten der Cleveland Browns entschieden. Doch nach einem Spielzug kam es zu einem Gerangel. Garrett riss dem Quarterback der Pittsburgh Steelers plötzlich den Helm vom Kopf, woraufhin sich Mason Rudolph vor dem 23-Jährigen aufbaute.

Jetzt verlor Garrett völlig die Fassung und schlug Rudolph seinen Helm auf den Kopf. Es folgten wüste Jagdszenen und eine Massenschlägerei. Spieler der Steelers stürmten auf das Spielfeld und rissen Garrett zu Boden. Maurkice Pouncey trat ihm mit dem Fuß mehrmals gegen den Kopf. Der Center sagte anschließend: "Das war nur zum Schutz. Er hätte ihn töten können. Was wäre, wenn er ihn an der Schläfe getroffen hätte?" 

Lesen Sie auch: Auch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus sorgte für einen TV-Skandal - allerdings unfreiwillig.

NFL-Skandal: Myles Garrett nach Helm-Schlag reumütig

Die Browns reagierten mit Bestürzung auf den Vorfall. "Für diese Aktion ist in unserem Sport und in unserer Organisation kein Platz. Wir möchten uns aufrichtig bei Mason Rudolph und den Pittsburgh Steelers entschuldigen. Myles Garrett war in den vergangenen drei Wochen ein vorbildliches Mitglied unserer Organisation, doch seine Tat ist dennoch unentschuldbar. Wir akzeptieren die Strafe der Liga", ließen die Besitzer Jimmy und Dee Haslam mitteilen.

Garrett selbst zeigte sich reumütig. "Ich habe (...) einen schlimmen Fehler begangen", sagte er in einem Statement. 

"Ich habe die Kontrolle über mich verloren. Ich weiß, dass ich für meine Tat verantwortlich bin und muss jetzt die Konsequenzen tragen. Ich will mich bei Mason Rudolph, meinen Mitspielern, der gesamten Organisation, unseren Fans und der NFL entschuldigen. Ich werde aus meinem Fehler lernen."

NFL-Eklat: Harte Strafen nach Massenschlägerei und Helm-Attacke

Die NFL wird der Vorfall noch länger beschäftigen. Garrett bekam in einer ersten Sanktion eine Sperre auf unbestimmte Zeit. Der Defensive End der Browns wird mindestens bis zum Ende der laufenden Saison kein Spiel mehr machen. Garrett habe gegen die Regeln wegen unnötiger Härte und unsportlichen Verhaltens verstoßen, lautete das Statement der NFL. Hinzu käme, dass er zugeschlagen, dem Gegner den Helm vom Kopf gerissen und als Waffe eingesetzt habe. Das ist schon jetzt die längste Strafe, die in der Geschichte der NFL ausgesprochen wurde. Sie lag bislang bei fünf Spielen.

Gesperrt wurden auch Pouncey (drei Spiele) und Clevelands Defensive Lineman Larry Ogunjobi (ein Spiel). Zudem sind beide Klubs zu einer Geldstrafe von 250.000 Dollar verdonnert worden. 

Auch interessant: Im „Muschi“-Eklat erhielt auch Fußballer Holger Badstuber Strafen.

Sport-Skandal in der NFL: Garrett droht Karriere-Aus

Für Garrett könnte es aber noch dicker kommen. Ob oder wann er zurückkehren darf, entscheidet der Liga-Chef Roger Goodell nach einem Gespräch mit dem Spieler. Das Treffen soll in den nächsten Tagen stattfinden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Garrett gar nicht mehr in der NFL ran darf. Der Vorfall ging um die Welt, und sollte Goodell einen Imageschaden registriert haben, muss er das Ansehen wiederherstellen.

Vom unverletzt gebliebenen Rudolph hat Garrett keine Konsequenzen zu befürchten. Der Steelers-Quarterback verzichtet auf rechtliche Schritte. Nun hat sich auch das Football-Team der Heilbronn Miners zu dem Helm-Schlag von Myles Garrett in der NFL geäußert, wie echo24.de* berichtet.

mt

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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