Deutsche Basketball-Ikone

Nowitzki über Karriereende: „Hätte noch Bock, aber...“

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Dirk Nowitzki zeigte sich von den Reaktionen auf sein Karreireende überwältigt.

Dirk Nowitzki zeigte sich von den Reaktionen auf sein Karriereende überwältigt. Nun erklärte er die Gründe für seinen Rücktritt noch einmal.

Dallas - Die deutsche Basketball-Ikone Dirk Nowitzki war von den weltweiten Reaktionen zu seinem Rücktritt überwältigt. "Ich wusste gar nicht, dass mich so viele Leute kennen", sagte der 40-Jährige einen Tag nach seinem letzten NBA-Spiel auf einer Pressekonferenz seines Sponsors ING: "Dieses Feedback der letzten Tage war schon Wahnsinn."

Nowitzki, der 21 Jahre das Trikot der Dallas Mavericks trug, freue sich aber schon auf die nächste Woche: "Dann wird alles ein bisschen ruhiger und ich habe mehr Zeit, alles zu reflektieren und alle Videos anzuschauen. Die Auswärtsspiele und das letzte Heimspiel, das werde ich nie vergessen."

Nowitzkis Entscheidung fiel erst einen Tag vor Bekanntgabe

Die endgültige Entscheidung über das Karriereende sei erst einen Tag vor der Bekanntgabe gefallen. "Ich hätte noch Bock, aber es macht einfach keinen Sinn mehr", sagte Nowitzki. Der Würzburger hatte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit einer Fußverletzung zu kämpfen, sich für eine weitere Saison "fit spritzen zu lassen und hin und wieder Tabletten zu nehmen" sei sinnlos.

"Es war ein Geheimnis, das kein Geheimnis mehr war", sagte er, "jeder hat gesehen, wie ich teilweise mit meinem Fuß gestrauchelt bin. Es hat sich abgezeichnet."

Nach einem sportlich "frustrierenden" Jahr freut sich Nowitzki nun auf das "nächste Kapitel". Es sei "vorbei, ständig an Basketball zu denken. Die Familie steht jetzt natürlich im Vordergrund". Eine Rückkehr nach Deutschland stehe derzeit nicht im Raum, "meine Heimat ist erstmal hier. Meine Kinder sind hier geboren, wir fühlen uns wohl", sagte Nowitzki: "Ich komme aber immer gerne nach Hause."

Nowitzki lobt deutschen Teamkollegen Kleber

Für seinen deutschen Mavericks-Teamkollegen Maximilian Kleber hatte Nowitzki nur lobende Worte: "Maxi hat mich positiv überrascht, er hat sich super entwickelt. Er hat sich von Anfang an durchgekämpft und wird jetzt von den Coaches und Fans geliebt", sagte Nowitzki über den 27 Jahre alten Nationalspieler.

Dem Nationalteam traut Nowitzki bei der WM in China im Herbst einiges zu. "Wenn alle am Start sind, haben sie eine super Truppe. Man weiß nie, was in den Knock-out-Runden passiert."

Der Power Forward war 2011 als bislang einziger Deutscher NBA-Champion geworden. Er erhielt nach der Saison 2006/07 als erster Europäer den Preis für den wertvollsten Spieler (MVP) der Saison und brachte es 14-mal zum Allstar. Nowitzki, Fahnenträger bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, hat mit dem Nationalteam 2002 WM-Bronze und 2005 EM-Silber geholt.

SID

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