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Sex-Affäre: Sponsoren halten Woods die Stange

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Die Autocrash- und angebliche Sex-Affäre von Tiger Woods beschädigt das Saubermann-Image des Golf-Superstars.
Die Autocrash- und angebliche Sex-Affäre von Tiger Woods beschädigt das Saubermann-Image des Golf-Superstars. © Getty

Thousand Oaks - Die Autocrash- und angebliche Sex-Affäre von Tiger Woods beschädigt das Saubermann-Image des Golf-Superstars. Aber die Sponsoren bleiben der Werbe-Ikone treu.

Aber die Sponsoren des auf über 100 Millionen Dollar Jahresgage aus Werbung und Prämien geschätzten Amerikaners stehen noch mehrheitlich hinter einem der größten Sympathie- und Werbeträger der Sportgeschichte. Auch nach der öffentlichen Entschuldigung setzt das mutmaßliche Verhältnis mit einer Bardame aus Las Vegas, die in dem Boulevard-Magazin “US Weekly“ in aller Ausführlichkeit über intime Beziehungen zu Woods berichtet hatte, den Familienvater vor seiner Frau Elin Nordegren immer mehr unter Druck. Und die Front derjenigen, die nicht an dem weltbesten Golfprofi zweifeln, beginnt zu bröckeln.

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“Unsere Anzeigen-Kampagnen mit ihm werden sich nicht ändern. Tiger und seine Familie haben unsere volle Unterstützung“, sagte Woods' größter Sponsor “Nike“ in der “New York Times“ (Mittwochausgabe). Woods hatte tags zuvor auf seiner Homepage “Fehltritte“ zugegeben und behauptet: “Ich habe meine Familie im Stich gelassen und ich bedauere diese Fehltritte von ganzem Herzen.“ Dabei hatte er aber im Dunkeln gelassen, womit er seine Familie kompromittierte.

Auch der für die Proctor&Gamble-Tochter Gilette sprechende Michael Norton betonte: “Kurzfristig werden wir unsere Marketing-Strategie nicht ändern.“ Aber die großen Konzerne würden mit Woods knallharte Gespräche führen, wenn es um die Werbe-Etats ginge. Vorkommnisse wie diese könnten nach Einschätzung von Phil de Picotto vom US- Rechtevermarkter Octagon bei zukünftigen Deals mit dem Weltranglisten-Ersten auf “anderer Bandbreite“ verhandelt werden.

Seine Golf-Konkurrenten wie der exzentrische John Daly (USA), der selbst Skandale jeglicher Couleur verursacht hat, oder NFL-Superstar Jason Taylor von den Miami Dolphins, bekundeten inzwischen Solidarität und Sympathie für Woods. Als größter Kritiker entpuppte sich der ehemalige schwedische Golf-Topstar Jesper Parnevik. “Ich muss mich bei Elin Nordegren entschuldigen, ihr jemals Tiger Woods vorgestellt zu haben“, sagte Parnevik im “The Golf Channel“.

Die Schwedin war Kindermädchen bei den Parneviks in Stockholm und lernte dort Woods kennen. 2004 schlossen beide die Ehe, aus der die gemeinsamen Kinder Sam Alexis und Charlie Axel hervorgingen. In dem Artikel von “US Weekly“ hatte eine Bardame aus Las Vegas behauptet, dass sie Woods in einem Nachtclub getroffen haben will. Das sei in der Zeit passiert, als Elin Nordegren schwanger gewesen sei.

“Wahrscheinlich haben wir gedacht, er war ein besserer Junge als er wirklich ist“, betonte Parnevik am Mittwoch am Rande des Turniers in West Palm Beach - unweit des riesigen Anwesens von Woods in Orlando/Florida. Dort war der Autounfall passiert. “Ich müsste mich wirklich bei Elin entschuldigen und hoffen, dass sie das nächste Mal ein größeres Abschlagholz als ein Eisen drei benutzt“, ergänzte Parnevik. Um ihren halb bewusstlosen Mann nach dem Crash zu befreien, habe seine Ehefrau Elin die hintere Scheibe des Autos mit einem Golfschläger eingeschlagen, hieß es im Polizeibericht.

dpa

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