„Stimmung in Stadt und Stadion ist genial“

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Klaus Wowereit ist zufrieden mit dem Verlauf der Leichtathletik-WM in Berlin .

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ( SPD ) hat die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in einer Zwischenbilanz als großen Erfolg bezeichnet.

“Die Stimmung im Stadion und in der Stadt ist genial“, sagte Wowereit am Donnerstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Es ist zwar schade, dass in der ersten Hälfte viele Plätze frei blieben, aber die letzten Tage werden die stärksten sein“, kündigte Wowereit an. Berlin habe seine Chance genutzt, “international ins Zentrum zu rücken“.

Auch die hohen Quoten der Live-Übertragungen zeigen laut Wowereit den Erfolg. Die Titelkämpfe hätten Sportgeschichte geschrieben und große Emotionen ausgelöst. Wowereit sagte: “Entscheidend ist doch, dass die Stadt wieder einmal ihre hervorragenden Sportstätten und ihr großes Knowhow präsentieren konnte.“ Mit dieser Erfahrung sei Berlin auch “jederzeit bereit und in der Lage, Olympische Spiele auszurichten“. Wowereit wies allerdings darauf hin, dass zunächst München mit der Bewerbung um die Winterspiele 2018 den Vorzug habe. Für Sommer 2020 sei eine konkrete Bewerbung der Hauptstadt “zur Zeit nicht vorgesehen“, sagte Wowereit.

So sexy ist die Leichtathletik-WM in Berlin

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Die Bilder aus dem Berliner Olympiastadion und vom Brandenburger Tor seien “ein echter Quotenbringer“. Die Zuschauer spürten, dass hier Sportgeschichte geschrieben worden ist und große Emotionen geboten werden. “Die sportlichen Voraussetzungen sind hervorragend, die blaue Bahn ist eine sehr schnelle Bahn, auf der Weltrekorde gelaufen werden können.“ Für ihn zählten aber auch die vielen emotionalen Szenen und sportlichen Überraschungen, auch im deutschen Team. “Am meisten ergriffen hat mich, echte Gänsehaut, der Mut und die Tapferkeit, mit der Siebenkämpferin Jennifer Oeser nach ihrem Sturz sich mit neuer Kraft noch einmal motiviert hat und im Schlusslauf Silber geholt hat.“

Weltrekorde in der Leichtathletik

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Sehr sympathisch sei es auch angekommen, wie das Berliner Publikum die Letzte im 10-km-Lauf der Frauen begeistert wie eine Siegerin gefeiert habe. Es seien “solche Bilder oder die Szene, wie Diskus-Weltmeister Harting Maskottchen-Bär Berlino Mittwochnacht in die Luft warf und schulterte, die eine Super-Show des Sports in der Welt prägen“. Deshalb müsse man das Problem der nicht ausreichend verkauften Karten “in Relation setzen zum Weltmaßstab“. Wowereit sagte: “Berlin hat schon jetzt deutlich mehr Zuschauer als Osaka und Helsinki.“ Bei den verkauften Karten sei Berlin “absolut im Plan“. Er erwarte in der Endabrechnung eine Punktlandung, “allerhöchstens ein kleines Defizit“.

dpa

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