Tiger Woods geht erstmals leer aus

Tiger Woods hat erstmals in seiner Karriere eine Saison ohne Turniersieg beendet.
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Tiger Woods hat erstmals in seiner Karriere eine Saison ohne Turniersieg beendet.

Thousand Oaks/Boston - Tiger Woods hat erstmals in seiner Karriere eine Saison ohne Turniersieg beendet. Zum Abschluss hätte es fast die Versöhnung gegeben - aber eben nur fast.

Erstmals in seiner 15-jährigen Karriere als Golfprofi hat Tiger Woods eine Saison ohne Turniersieg beendet. Am Ende eines turbulenten Jahres, das für den Superstar mit einer Therapie wegen Sexsucht in Mississippi begann und mit Platz zwei bei der Chevron World Challenge endete, war der 34-Jährige aber zumindest sportlich wieder mit sich im Reinen. “Es war eine großartige Woche, auch wenn ich nicht gewonnen habe. Ich bin stolz auf mein Spiel“, sagte Woods.

Trotzdem stinkreich: Die Geldrangliste des Sports 2010

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Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Golfprofi Tiger Woods wurde als Krösus unter den internationalen Top-Verdienern des Sports abgelöst. Stattdessen wird US-Profi-Boxer Floyd Mayweather jr. von "Forbes" an der Spitze der Großverdiener im Profisport geführt, was Preisgeld und Gehalt plus Werbeeinnahmen angeht. © Getty
Der neue Spitzenreiter in der Geldrangliste heißt Floyd Mayweather jr. Der US-Boxer verdiente durch seine Kämpfe und mit Werbung umgerechnet ungefähr 67 Millionen Euro. © dpa
Platz 2: Der philippinsche Boxer Manny Pacuiao mit 49 Millionen Euro. © dpa
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Platz 3: Woods kassierte 46,9 Millionen Euro im Jahr. © Getty
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Platz 4: LeBron James (Basketball) mit 41,9 Millionen Euro. © Getty
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Platz 5: Roger Federer (Tennis) mit 41,6 Millionen Euro. © Getty
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Platz 6: Kobe Bryant (Basketball) mit 41,3 Millionen Euro. © Getty
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Platz 7: Phil Mickelson (Golf) mit 37,8 Millionen Euro. © Getty
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Platz 8: David Beckham (Fußball) mit 36,4 Milllionen Euro. © Getty
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Platz 9: Cristiano Ronaldo (Fußball) mit 33,6 Millionen Euro. © Getty
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Platz 10: Peyton Manning (American Football) mit 33,5 Millionen Euro. © Getty
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Platz 11: Lionel Messi (Fußball) mit 31 Millionen Euro. © Getty
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Platz 16: Rafael Nadal (Tennis) mit 26,4 Millionen Euro. © Getty
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Platz 18: Alex Rodriguez (Baseball) mit 26,3 Millionen Euro. © Getty
Platz 19: Fernando Alonso (Formel 1) mit 25,5 Millionen Euro. © dpa
Platz 20: Michael Schumacher (Formel 1) mit 23,7 Millionen Euro . © dpa
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Platz 20: Valentino Rossi (Motorrad) mit 23,7 Millionen Euro © Getty
Platz 24: Lewis Hamilton (Formel 1) mit 22,1 Millionen Euro. © Getty
Platz 24: Der Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko muss sich mit 22,3 Millionen Euro einen Platz mit Lewis Hamilton teilen.
Platz 26: Die beste Frau im Ranking ist Maria Scharapova mit 22,1 Millionen Euro.
Platz 37: Mit ungefähr 19 Millionen Euro Manchesters Superstar Wayne Rooney.

Sieben Monate nach seinem Comeback beim Masters in Augusta und drei Monate nach der aufsehenerregenden Scheidung von Elin Nordegren hatte alles nach dem ersten Turniersieg des Tigers seit dem 15. November 2009 ausgesehen. Mit einem komfortablen Vorsprung von vier Schlägen war Woods beim mit fünf Millionen Dollar dotierten Einladungsturnier in Thousand Oaks (US-Bundesstaat Kalifornien) auf die finale Runde gegangen. Am Ende musste er sich Graeme McDowell im Stechen geschlagen geben.

Das Duo hatte nach vier Runden mit 272 Schlägen gleichauf gelegen. Als Lohn strich der Nordire zum Abschluss seines erfolgreichsten Profijahres 1,2 Millionen Dollar Siegprämie ein. Dritter wurde Paul Casey aus England (276). “Ich habe zwischendurch meinen Schwung verloren und musste ihn mir erst Stück für Stück zurückerarbeiten“, sagte Woods, der noch nie ein Turnier abgeben musste, bei dem er mit drei oder mehr Schlägen Vorsprung auf die letzte Runde gegangen war. An Loch 13 unterlief dem 14-maligen Major-Sieger sogar ein Doppel-Bogey, während McDowell ein Birdie gelang.

Mit zwei überragenden Schlägen am 18. Loch - “meinen wahrscheinlich besten Putts in diesem Jahr“ - machte der US-Open- Gewinner den Erfolg perfekt. Zunächst erzwang der 31-Jährige mit einem Putt aus zehn Metern das Stechen, dann versenkte er am ersten Extra-Loch einen Ball aus ähnlicher Distanz zum Birdie. Der näher am Loch positionierte Woods konnte nicht kontern, sein Ball verfehlte das Ziel um Millimeter. “Ich habe heute hart gekämpft. Das Ende war sehr dramatisch“, meinte Woods und McDowell prophezeite: “Er wird bald wieder Turniere gewinnen.“

dpa

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