100. Tour

Tony Martin fährt trotz Sturz weiter

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Tony Martin tritt weiter in die Pedale.

Bastia - Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Cottbus) wird die 100. Tour de France trotz seiner erheblichen Sturzverletzungen fortsetzen.

Martin habe „eine ganz gute Nacht gehabt, den Umständen entsprechend“, sagte Manager Jörg Werner am Sonntagvormittag dem SID. Der 28-Jährige vom Team Quick Step war auf der ersten Etappe kurz vor dem Ziel in einen schweren Massensturz verwickelt worden. Daraufhin hatte Martin wie im Vorjahr ein frühes Aus gedroht. Via Twitter bestätigte auch Quick Step Martins Start.

Weitere Entwicklungen seien dann erst während der zweiten Etappe abzusehen, sagte Werner. Das zweite Teilstück wird gegen 13.30 Uhr in Bastia gestartet und führt über 156 km nach Ajaccio. Schon am Samstagabend hatte Martin den festen Willen geäußert, die Frankreich-Rundfahrt fortzusetzen. Besonders eine tiefe, fast bis auf den Muskel reichende Fleischwunde am Ellenbogen hatte allerdings daran zweifeln lassen.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

1989: Greg LeMond (USA, auf dem ersten Platz stehend) © Getty Images
1990: Greg LeMond (USA) © Getty Images
1991: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1992: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1993: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1994: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1995: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1996: Bjarne Riis (Dänemark) Riis gab später zu, gedopt zu haben . Die Disqualifikation ist nicht möglich, da die Verwendung von Doping nach acht Jahren verjährt. Die Organisatoren der Tour de France hatte Riis zunächst aus ihrer Siegerliste gestrichen. Mittlerweile wird er dort wieder geführt. © Getty Images
1997: Jan Ullrich (Deutschland) © Getty Images
1998: Marco Pantani (Italien) © Getty Images
1999: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2000: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2001: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2002: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2003: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2004: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2005: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2006: Floyd Landis (USA). Landis wurde aber am 21. September 2007 der Titel aberkannt. Er war positiv auf Testosteron getestet worden. © Getty Images
Dafür wurde Oscar Pereiro nachträglich zum Gewinner der Tour de France 2006 erklärt. © Getty Images
2007: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2008: Carlos Sastre (Spanien) © Getty Images
2009: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2010: Alberto Contador (Spanien) © dpa
2011: Cadel Evans (Australien) © ap
2012: Bradley Wiggins (Großbritannien) © ap

Martin hatte bei dem Sturz zudem eine Quetschung des linken Lungenflügels sowie diverse Prellungen und Abschürfungen erlitten. Nach der Zielankunft in Bastia war er am Oberkörper blutend auf einer Trage abtransportiert und zur näheren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Dort konnten Brüche ausgeschlossen werden.

„Die Schmerzen sind stark, und meinen Ellenbogen hat es ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Die Sturzbilder sehen echt gefährlich aus, wenn ich sie mir anschaue“, schrieb Martin auf seiner Facebook-Seite: „Dennoch bin ich vorsichtig optimistisch, dass es weitergeht.“

Etappensieger Marcel Kittel hatte Martin eine Trost-SMS geschickt: „Das hat mich echt aufgebaut und gefreut. Er hat im Moment seines größten Erfolges in seiner Karriere an mich gedacht, und das ist nicht selbstverständlich.“

Im Vorjahr hatte Martin nach einem Reifenschaden im Prolog bei einem Sturz auf der ersten Etappe eine Fraktur an der Hand erlitten und das Rennen nach dem neunten Teilstück aufgegeben

SID

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