Schock beim Weltcup

Abfahrt-Ass Thomas Dreßen bei schwerem Sturz verletzt - Jetzt meldet er sich aus dem Krankenhaus

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Thmoas Dreßen ist verletzte sich beim Abfahrtsrennen in Colorado.

Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen ist bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek schwer gestürzt. Jetzt meldet er sich aus dem Krankenhaus.

Update vom 10. Dezember 2018: Thomas Dreßen hat sich aus dem Krankenhaus gemeldet. In einem Video, dass auf der Facebookseite des DSV zu sehen ist, spricht er über seine Operation. „Die OP ist nach Plan verlaufen, insofern eine OP nach Plan verlaufen kann. Von den Schmerzen ist auch alles im Rahmen. Das wird schon alles wieder werden“, sagt er. Sieben bis acht Monate soll Dreßen ausfallen. Aber der Ski-Star betont: Für ihn sei es jetzt erstmal wichtig wieder gesund zu werden. Er mache sich da keinen Stress.

Abfahrt-Ass Thomas Dreßen verletzt sich bei schwerem Sturz - Die Folgen sind bitter

Beaver Creek/Colorado - Saison-Aus für Kitzbühelsieger Thomas Dreßen, erstes Weltcup-Podest für Kira Weidle: Schock und Jubel lagen im deutschen Alpin-Lager bei den Abfahrtsrennen in Übersee am Freitag dicht beieinander. Für die Schreckensnachricht sorgte Dreßen. Der 25 Jahre alte Mittenwalder, der 2017 in die Weltspitze gerast war, kam in Beaver Creek/Colorado nach rund 44 Sekunden mit Kurs auf die Bestzeit zu Fall und rutschte mit hohem Tempo in die Fangnetze.

Im Krankenhaus in Vail wurden später ein Riss des vorderen und hinteren Kreuzbandes im rechten Knie sowie eine ausgekugelte linke Schulter diagnostiziert. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) mit. Für Dreßen ist die Saison damit vorzeitig beendet.

Nach dem Aufprall waren laute Schmerzensschreie Dreßens zu hören. Deutschlands bester Abfahrer blieb minutenlang liegen, war aber ansprechbar. Er wurde mit einem Akia-Schlitten abtransportiert. Als er mit den Helfern im Zielraum ankam, spendeten ihm die zahlreichen Zuschauer warmen Beifall.

Bei Kira Weidle ist die Freude groß

Groß war im Gegensatz die Freude bei Kira Weidle. Die 22 Jahre alte Starnbergerin fuhr im kanadischen Lake Louise als Dritte erstmals aufs Stockerl und sprang damit für Viktoria Rebensburg (Kreuth) in die Bresche, die die Top 15 verpasste.

Die Erstplatzierte Nicole Schmidhofer (M) aus Österreich, die Zweitplatzierte Michelle Gisin (l) aus der Schweiz und die Drittplatzierte Kira Weidle aus Deutschland stehen auf dem Siegerpodest.

Die frühere Junioren-WM-Dritte Weidle fuhr in den Gleitpassagen herausragend, machte dort viel Zeit gut und lag im Ziel in 1:48,63 Minuten genau eine halbe Sekunde hinter Auftaktsiegerin Nicole Schmidhofer aus Österreich (1:48,13). Die 29 Jahre alte Super-G-Weltmeisterin lag 15 Hundertstelsekunden vor der Schweizer Kombinations-Olympiasiegerin Michelle Gisin (1:48,28). Rebensburg war in 1:50,20 mehr als zwei Sekunden langsamer als Schmidhofer.

Den Sieg bei den Männern holte sich auf der Strecke Birds of Prey der Weltmeister und Olympiadritte Beat Feuz, der damit seinen insgesamt achten Triumph in einer Weltcup-Abfahrt feierte. In 1:13,59 Minuten lag der Schweizer sieben Hundertstelsekunden vor Mauro Caviezel (1:13,66), der damit den Doppelsieg der Eidgenossen perfekt machte. Dritter wurde Olympiasieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen (1:13,67).

Ordentlich schlug sich Josef Ferstl (Hammer), der mit 1:14,49 Minuten in den Top 15 landete. Dominik Schwaiger (Königssee/1:14,96), Andreas Sander (Ennepetal/1:15,10) und Klaus Brandner (Königssee/1:16,19) verfehlten dagegen die Punkteränge.

Schlechte Wetterverhältnisse in Beaver Creek

Bis zu seinem Ausscheiden hatte Thomas Dreßen erneut bestätigt, dass seine beiden Weltcupsiege 2017 kein Zufall waren. In der Vorwoche hatte er in Lake Louise in der ersten Abfahrt des alpinen Winters Platz sieben belegt und damit seine Zugehörigkeit zur Weltklasse bestätigt. Ein großes Saisonziel für Dreßen war die WM in Are/Schweden (5. bis 17. Februar).

Die Streckenlänge in Beaver Creek (hier erfahren Sie, wie Sie den Weltcup live im TV und im Live-Stream sehen können) war wegen der schlechten Witterungsverhältnisse um 630 auf nunmehr noch 2070 Meter verkürzt worden. Bis zu seinem Sturz lag Dreßen erneut hervorragend auf Kurs, war Schnellster bei der ersten Zwischenzeit. Bei der zweiten lag er nur sieben Hundertstel hinter dem späteren Sieger Feuz. Dann verkantete er bei schlechter Sicht an einem eher unscheinbaren Streckenabschnitt und kam zu Fall.

sid/md

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