Armin Assinger: "Der Läufer weiß um die lauernde Gefahr"

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Hans Grugger stürzte auf der Streif schwer

München/Kitzbühel - Nach dem schrecklichen Sturz von Hans Grugger auf der Streif schreibt Armin Assinger über die Gefahren im Skisport.

Schockstarre, das ist das beste Wort. Schockstarre: Das war das Gefühl hier in Kitzbühel nach dem schlimmen Sturz von Hans Grugger.

Dass in so einer Situation jetzt über die Sicherheit im alpinen Skisport diskutiert wird, ist logisch – wobei ich persönlich glaube, dass sich solche Stürze nie verhindern lassen werden. Man darf jetzt auch nicht mit der Analyse übers Knie brechen. Wir müssen festhalten, dass die Weltcup-Starter ja für den Sport ausgebildet und trainiert sind. Die Athleten arbeiten acht Monate auf die Rennen hin und sind für alle Eventualitäten geschult. Vor Fehlern ist allerdings keiner gefeit.

Horrorsturz von Hans Grugger auf der Streif

Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa

In Kitzbühel gilt das ganz besonders. Vom sportlichen Standpunkt her ist die Strecke, und jetzt rede ich als ehemaliger Abfahrer und Zweitplatzierter auf der Streif, eine extrem herausfordernde. Auf keiner Abfahrt braucht der Läufer so viel Mut, so viel Überwindung wie hier, auf keiner Abfahrt kann ein Fehler so schwerwiegende Folgen haben wie auf der Streif – wie es uns jetzt eben auf traurige Weise bewusst geworden ist. Auch früher sind hier schon vielversprechende Karrieren vorzeitig beendet worden, bevor sie noch begonnen haben – und große, verdienstvolle Athleten mussten zum Abschluss ihres Weges schmerzliche Bekanntschaft mit der vereisten Piste machen. Der Läufer weiß natürlich um die latent lauernde Gefahr der Streif – und er stellt sich ihr. Warum man so etwas tut, trotz der Risiken? Weil Kitzbühel ein besonderes Rennen ist.

Wer Kitz bezwingt, der ist nicht schlecht. Wer auf dem Stockerl steht, ist ein ganz Besonderer. Wer gewinnt, selbst im Super-G, wie am Freitag Ivica Kostelic, der ist ein Held. Einer, den die Fans nicht vergessen. Schon allein, weil jede Gondel der Hahnenkammbahn den Namen eines Siegers trägt. Und wenn du Österreicher bist, dann gratulieren sogar Bundespräsident und Bundeskanzler!

Ganz grundlegend gilt außerdem: Schlussendlich weiß jeder, auf was er sich einlässt, wenn er am Start einer Strecke steht. Das gilt im Weltcup überall – auch an der Streif.

Armin Assinger

Quelle: tz

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