Parallel-Riesenslalom in Alta Badia

Frühes Aus für Neureuther - Luitz wird Sechster

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Erwischte keinen guten Tag: Felix Neureuther schied beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia in Runde eins aus.

Alta Badia - Parallel-Riesenslalom scheint nicht Felix Neureuthers Disziplin zu sein. Der Wettbewerb in Alta Badia ist für ihn früh beendet. Besser läuft‘s für Stefan Luitz.

Felix Neureuther lächelte gequält und winkte verhalten ins Publikum - auf dieses Déjà-vu hätte er gerne verzichtet. Während Stefan Luitz beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia als Sechster eine gute Vorstellung gab, war für den besten deutschen Ski-Rennläufer wie im Vorjahr schon in der ersten Runde Schluss. Und wieder scheiterte Neureuther am Schweizer Außenseiter Gino Caviezel.

Luitz war "mit dem Ergebnis zufrieden, aber ich weiß auch, dass noch viel mehr geht." Neureuther dagegen war angefressen, obwohl er hier und da schmunzelte. Es sei zwar "ein sehr, sehr schönes Format" gewesen, "aber sportlich vielleicht nie die größte Herausforderung, weil es sehr, sehr flach ist. Und wenn man nicht so ein guter Starter ist, kann's schnell gehen. Das war bei mir der Fall."

Neureuther hatte extra Starts trainiert

Nach einem Fehler am Start handelte er sich im ersten Lauf auf dem roten Kurs einen Rückstand von 0,24 Sekunden ein. Dabei hatte er unmittelbar vor dem Rennen auf der "Gran Risa" noch betont, "Start trainiert" zu haben. Auch auf die im Vergleich zu einem normalen Riesentorlauf engeren Torabstände hatte er sich eigens vorbereitet - vergeblich.

Der Rückstand erwies sich als zu groß: Im zweiten Lauf, den Neureuther auf dem blauen Kurs fuhr, kam er nur noch auf 0,10 Sekunden heran. Damit war klar: Nach insgesamt nur rund 40 Sekunden Fahrzeit durch zweimal 15 Tore unter Flutlicht war der Arbeitstag für Neureuther beendet.

Luitz scheitert an Vorjahressieger Jansrud

Deutlich besser machte es Luitz. Der Allgäuer aus Bolsterlang setzte sich in der ersten Runde souverän gegen Filip Zubcic aus Kroatien durch (+0,62 Sekunden). Im Achtelfinale schaltete er den Italiener Florian Eisatz aus (+0,12). Dann war Vorjahressieger Kjetil Jansrud (Norwegen) zu stark und 0,25 Sekunden schneller.

In der Platzierungsrunde bezwang Luitz aber Caviezel (+0,46), ehe er dem Schweden André Myhrer mit einem Rückstand von 0,25 Sekunden unterlag. "Es war echt ein cooles Format und hat unglaublich Spaß gemacht", sagte Luitz.

Hirscher scheitert in Runde eins

Neureuther stand mit seiner Enttäuschung nicht alleine da: Auch für Marcel Hirscher (Österreich) war wie 2015 in der ersten Runde Endstation, er musste sich dem Franzosen Steve Missillier geschlagen geben. Der Norweger Henrik Kristoffersen schied im Achtelfinale aus, mit Cyprien Sarrazin gewann ein Außenseiter. Der 22 Jahre alte Franzose sicherte sich in seinem siebten Weltcup-Rennen seinen ersten Sieg, als er sich im Finale mit nur einem Stock gegen Carlo Janka aus der Schweiz durchsetzte (+0,10).

Ab der Runde der letzten 16 wurde in nur noch einem Lauf über den Sieger des Duells Mann gegen Mann entschieden. Alle 32 Starter bekamen Weltcup-Punkte, die in der Riesenslalom-Wertung und der Gesamtwertung angerechnet wurden.

sid

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