Zu viele Fehler am Holmenkollen

Biathlon: Dahlmeier verpasst kleine Kristallkugel im Sprint

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Laura Dahlmeier hatte in Oslo ungewohnte Schwächen am Schießstand.

Oslo - Fünffach-Weltmeisterin Laura Dahlmeier hat zum Auftakt des Weltcupfinals in Oslo das Podest im Sprint deutlich verpasst.

"Ein saublöder Fehler" hat Laura Dahlmeier in der Windlotterie von Oslo den nächsten Pokal ihres außergewöhnlichen Biathlon-Winters gekostet. Die Fünffach-Weltmeisterin kam zum Auftakt des Weltcupfinales am legendären Holmenkollen nach drei Schießfehlern nur auf Platz 31 und musste die kleine Kristallkugel nach den letzten 7,5-Sprint-Kilometern der Saison ihrer Rivalin Gabriela Koukalova überlassen.

"Beim Schießen musste ich reagieren, habe aber in die falsche Richtung gedreht", sagte Dahlmeier, die mehrfach an ihrer Zielvorrichtung hantiert hatte, nach ihrem schlechtesten Resultat der Saison.

Böiger Wind kostet die kleine Kugel

Bei böigem Wind blieben vor den Augen des norwegischen Königs Harald V. insgesamt nur acht Athletinnen fehlerfrei. Dazu gehörte das Spitzentrio: Mari Laukkanen (Finnland) feierte den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere vor Justine Braisaz (+7,9 Sekunden) und Anais Bescond (+23,1) aus Frankreich. Die Tschechin Koukalova (+37,4) wurde mit einem Fehler Vierte.

Dahlmeier zielte dagegen bereits im liegenden Anschlag bei ihren ersten drei Schüssen dreimal daneben. Die Gesamtweltcupsiegerin korrigierte ihren Anschlag und legte sieben saubere Treffer nach, dennoch musste sie im Ziel mit 1:54,8 Minuten Rückstand ihr schwächstes Weltcup-Resultat seit einem Jahr hinnehmen. Beim Saisonfinale 2015/16 in Chanty Mansijsk war sie ebenfalls im Sprint 36. geworden. In diesem Winter war bis dato Platz sieben Dahlmeiers schlechtestes Ergebnis.

"Heute war irgendwie der Wurm drin. Das fing schon gestern bei der Auslosung der Startnummern an. Dann habe ich zum falschen Ski gegriffen", sagte Dahlmeier in der ARD. Zudem habe sie sich am letzten Wochenende der Saison nicht mehr ganz frisch gefühlt, der Fehler am Schießstand, als sie den Wind falsch einschätzte, war die bittere Folge.

Hammerschmidt am Holmenkollen beste Deutsche

"Ich hätte die Chance gehabt, alle Kugeln zu gewinnen, leider hat es damit nicht geklappt. Dennoch war es eine Wahnsinns-Saison", sagte die Partenkirchnerin trotzig.

Beste Deutsche beim drittletzten Rennen der Saison war Maren Hammerschmidt (+1:27,3 Minuten) auf Platz 20. "Heute haben wir alle gemerkt, dass es nicht so gut ging", sagte die Staffel-Weltmeisterin aus Winterberg.

Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/+2:04,0) vergab ihre Chancen auf das Podium wie Dahlmeier bereits im stehenden Anschlag mit drei Fehlern. Denise Herrmann (Oberwiesenthal/+1:41,2) kam mit drei Fehlern auf Platz 24 ins Ziel, Vanessa Hinz (Schliersee/+2:37,3) schoss zweimal daneben. Nadine Horchler (Willingen/+3:08,1) verpasste mit drei Fehlern die Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr/ARD und Eurosport).

Dahlmeier durfte am Freitag dennoch zwei Trophäen in die Luft stemmen. In Oslo wurden die Kristallkugeln für den Staffel-Weltcup und das Einzel verliehen. Am Sonntag (11.15 Uhr/ARD und Eurosport) kann sie sich zudem im letzten Rennen der Saison den Sieg in der Massenstartwertung sichern.

SID

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