Plädoyer im Kampf gegen den Terror

Eishockey: Stadionsprecher-Ansage wird zu Youtube-Hit

Krefeld - Der Mann der Stunde im deutschen Eishockey heißt Kristian Peters-Lach. Er ist kein Spieler, kein Trainer, kein Manager. Er ist „nur“ der Stadionsprecher. Bei den Krefeld Pinguinen, einem Kellerkind der DEL.

In allen deutschen Eisstadien gab es vergangene Woche ein Gedenken an die Terroropfer in Berlin, eine solche Prozedur folgt einem Standard, die DEL-Leitung hatte ein paar Sätze verschickt. Peters-Lach bat darum, vom Skript abweichen, eigene Worte wählen zu dürfen.

Er tat das so beeindruckend, dass 8000 Leute in der Halle tief berührt waren und das Video seiner Rede auf Youtube und Facebook zum Hit wurde, mit mittlerweile 1,4 Millionen Abrufen.

Was Peters-Lach gesagt hatte: „Leben und Sicherheit wurden ausgelöscht und zerstört, nur aufgrund von blindem Hass. Hass auf unsere Werte, unsere Kultur, unser Miteinander.“ Dabei gelte doch: „Liebe kennt keine Herkunft, keine Religion, keine Orientierung. Liebe ist universell, und sie ist stärker als Hass, die Sprache der Dummen.“

Krefelds Stadionsprecher tritt ein gegen die Instrumentalisierung terroristischer Taten: „Braune oder braungefärbte Dummheit befeuert die Sprache des Terrors.“ Seine Schlussworte: „Lasst uns gemeinsam applaudieren für die Menschen, die sich für unsere Sicherheit engagieren. Lasst uns gemeinsam applaudieren für die Menschen, die nicht wegschauen, sondern helfen.“ 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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