Norweger Kristoffersen gewinnt

Straßer und Neureuther im Slalom abgehängt

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Felix Neureuther schied nach Patzern im ersten Lauf aus.

Val d'Isère  - Felix Neureuther und Linus Straßer haben dem Deutschen Skiverband (DSV) mit Patzern im Slalom von Val d'Isère das schlechteste Resultat seit fast fünf Jahren beschert.

Felix Neureuther fuhr im Schneepflug und mit hängendem Kopf neben der berüchtigten "Bellevarde"-Piste ab. Das Aus im Finale beim Weltcup-Slalom von Val d'Isère hatte dem besten deutschen Ski-Rennläufer sichtbar zugesetzt. Nachdem er beim Riesenslalom am Vortag das "Stockerl" als Vierter noch knapp verpasst hatte, wollte Neureuther unbedingt nach oben - doch er scheiterte kläglich und war das Sinnbild eines weitgehend enttäuschenden Wochenendes für den Deutschen Skiverband.

"Eingefädelt, vorbei!", lautete Neureuthers knappes Fazit, das er mit versteinerter Miene geradezu aus sich herauspresste. "Wie soll ich mit einem Ausscheider zufrieden sein?!", fügte er genervt an. Ja wie? Der Siebte des ersten Laufs hatte sich das Aus bei einem Doppeltor nach rund 17 Fahrsekunden selbst zuzuschreiben. Nur Linus Strasser, der beim Sieg von Henrik Kristoffersen (Norwegen) 16. wurde, war "echt happy". Dennoch war es der schwächste Slalom für den DSV seit Januar 2012.

Am Samstag war Neureuther noch "sehr happy" mit seinem Riesenslalom gewesen, obwohl ihm da beim Sieg von Alexis Pinturault nur 0,06 Sekunden auf den drittplatzierten Kristoffersen gefehlt hatten. Den Slalom ging er dann mit einer zu großen Portion Vorsicht an. "Ich habe mich ein bisschen einschüchtern lassen, weil ich gehört habe, der Lauf drehe bis zum Schluss", sagte der 32-Jährige, "unten bin ich dann viel zu dosiert gefahren". Deshalb wollte er im Finale "vom ersten Tor bis zum Schluss voll draufsteigen". Doch dabei übertrieb er es - und scheiterte.

Die größten Chancen verspielte aber Stefan Luitz im Riesenslalom. Auf seiner Lieblingspiste, wo der Allgäuer schon zwei "Stockerl"-Plätze geholt hatte, ging er als Zweitbester ins Finale - und fiel auf Rang fünf zurück. Trotzdem war er "echt happy, dass es so ausgegangen ist". Schließlich hätte bei seinem Fehler im Steilhang auch noch mehr schief gehen können.

Richtig verärgert war Viktoria Rebensburg. Beim Sieg der Französin Tessa Worley im Riesenslalom von Sestriere landete sie nur auf Rang 23, ihr Rückstand betrug 2,92 Sekunden - indiskutabel. "Das war ein Tag zum Vergessen. Im Riesenslalom tue ich mich nach der Verletzung ein bisschen schwer, ans Limit zu gehen. Das ist auch eine Kopfsache", sagte Rebensburg im ZDF. Die Olympia-Dritte von Sotschi hatte den Saisonstart wegen eines Schienbeinkopfbruchs verpasst.

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