Weltcup in Beaver Creek

Ohne schwer verletzten Dreßen nichts zu holen: Nur Ferstl beim Super-G in den Punkten

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Josef Ferstl im Ziel des Super-G von Beaver Creek.

Im ersten Rennen nach der schweren Verletzung von Thomas Dreßen kassieren die deutschen Skirennfahrer eine herbe Klatsche. Dreßen sendete schon Botschaften an die Fans.

Beaver Creek - Einen Tag nach dem Saison-Aus von Thomas Dreßen haben die deutschen Skirennfahrer beim Super-G in Beaver Creek enttäuscht. Kurz nachdem der Kitzbühel-Sieger seine Fans via Social Media grüßte und ein Comeback versprach, kam Josef Ferstl als bester der verbliebenen deutschen Speedfahrer am Samstag in den USA nicht über Rang 30 hinaus. Alle anderen verpassten Weltcup-Punkte. Ähnlich schlecht war das Abschneiden in einem Speed-Weltcup für die deutschen Herren zuletzt vor mehr als dreieinhalb Jahren.

„Heute war leider ich der Schneepflug. Die Fahrt war nicht schlecht, aber ich war einfach langsam“, sagte Ferstl, der am Freitag noch guter 13. in der Abfahrt geworden war. „Mit Nummer eins und dem Schneefall habe ich heute leider die schlechten Karten gezogen.“

Dreßen war zu diesem Zeitpunkt schon vom Ort der Weltmeisterschaften 2015 abgereist. Zu einem Foto von sich aus einem Auto, mit einem dicken Eisbeutel auf dem lädiertem Knie, schrieb der 25-Jährige am Tag nach seinem schweren Sturz: „Shit happens.“

Der Riss des vorderen und hinteren Kreuzbandes im rechten Knie und die ausgekugelte Schulter hatten seinen WM-Winter frühzeitig und jäh beendet. „Aber ich halte meinen Kopf oben und komme zurück. Vielen Dank für eure Nachrichten und die Unterstützung. Das bedeutet mir sehr viel. Ihr seid die besten“, schrieb Dreßen in den Beiträgen auf englisch mit vielen Ausrufezeichen zwischen den Sätzen.

Andreas Sander wurde 42., Dominik Schwaiger 46., Klaus Brandner stürzte. Der Sieg auf der Raubvogelpiste in den USA ging an Max Franz. Der Österreicher war bei seinem bereits zweiten Saisonsieg 0,33 Sekunden schneller als Mauro Caviezel aus der Schweiz.

Auf den geteilten dritten Platz mit jeweils 0,41 Sekunden Rückstand kamen die beiden Norweger Aksel Lund Svindal und Aleksander Aamodt Kilde sowie Dominik Paris aus dem italienischen Team. Einen durch drei Athleten geteilten Podestplatz gab es im alpinen Ski-Weltcup zuletzt 2006, als Lindsey Vonn, Nadia Styger und Michaela Dorfmeister gemeinsam den ersten Platz belegten.

dpa

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