Eishockey brutal: Schiedsrichter flieht auf die Strafbank

Gaißach - Der SC Gaißach verliert in der Eishockey-Bezirksliga mit 1:2 gegen die Augsburger Reserve. Ein AEV-Vertediger rastet aus und geht mit den Fäusten auf den Schiedsrichter los.

Der Gaißacher Torhüter Andreas Rosen hat reichlich Eishockey-Erfahrung, doch eine Szene wie am Sonntag bei der 1:2-Niederlage gegen die Augsburger 1b hat er noch nie erlebt. AEV-Verteidiger Stefan Schnabl kollidierte mit dem Gaißacher Stürmer Florian Pfatrisch und kassierte nach Einschätzung von Rosen völlig zurecht eine Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Kniecheck: „Schließlich hat es gewaltig gescheppert.“

Dies wäre noch nicht weiter ungewöhnlich gewesen, wohl aber Schnabls folgender Auftritt. Der Verteidiger verlor die Kontrolle über sich und bedrohte Schiedsrichter Huber. Schnabl ging mit den Fäusten auf den Unparteiischen los und probierte eine Kopfstoß. Während der Schiedsrichter auf die Strafbank flüchtete, versuchten die Augsburger Spieler ihren Teamkollegen zu bändigen, was ihnen mit vereinten Kräften gelang. „Wenn die Augsburger den Spieler nicht zurückgehalten hätten, dann hätte er den Schiedsrichter verprügelt“, ist Rosen überzeugt. „Aber auch so wird er nicht mehr so schnell Eishockey spielen dürfen.“

Die Szene war der Schlusspunkt einer Bezirksliga-Partie auf ansprechendem Niveau. Im Gegensatz zur 0:6-Niederlage am Freitag hielten die Gaißacher gut mit, kassierten aber erst in der 52. Minute den unglücklichen Gegentreffer zum 1:2. „Ein ungerechtes Ergebnis“, befand Rosen, der in dieser Partie pausierte. „Dem Spielverlauf nach hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“ prp

SC Gaißach - Augsburger EV 1b 1:2 (0:0, 1:1, 0:1). - Tor/Vorlage: Pfatrisch 1/0, Reiter 0/1. - Strafminuten: SCG 20 + 10 Bosch (übertriebene Härte), AEV 18 + 10 + 5 + Spieldauer Schnabl (Kniecheck) + 5 + Matchstrafe Schnabl. - Zuschauer: 36.

Quelle: tz

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