Von Abfahrt bis Slalom

Ski-Alpin-Weltcup 2019/2020: Die Disziplinen im Überblick

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Deutschlands schnellster Abfahrer Thomas Dreßen auf der legendären Streif in Kitzbühel.

Im Ski-Alpin-Weltcup 2019/2020 wird in verschiedenen Disziplinen gefahren. Worin unterscheiden sich sich die einzelnen Disziplinen und was sagt das Regelwerk?

Oberhofen am Thunersee - Der Rennkalender im Ski alpin sieht Wettbewerbe in sechs verschiedenen Disziplinen vor. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Rennformate in vielen Punkten.

Das internationale Starterfeld, die Favoriten auf den Gesamtweltcup und auch die deutschen Skifahrer messen sich in der Saison 2019/2020 in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom, Parallel-Events und Alpine Kombination.

Wie verteilen sich die Disziplinen im Rennkalender 2019/2020?

Im Rennkalender der Damen der Saison 2019/2020 sind neun Abfahrten, sieben Super-G-Rennen, neun Riesenslaloms, neun Slaloms, vier Alpine Kombinationen und drei Parallel-Events vorgesehen.

Der Rennkalender der Herren beinhaltet zehn Abfahrten, acht Super-G-Rennen, neun Riesenslaloms, zwölf Slaloms, drei Alpine Kombinationen und zwei Parallel-Events. Die Punktverteilung im Weltcup ist für alle Disziplinen identisch.

Ski Alpin: Was ist die Abfahrt?

Die Abfahrt ist das schnellste Format im Ski alpin und gilt auch in der Saison 2019/2020 als "Königsdisziplin". Laut Vorgabe des Internationalen Skiverbandes FIS muss eine Abfahrtsstrecke bei den Herren einen Höhenunterschied zwischen 800 (in Ausnahmefällen 750) und 1100 Metern aufweisen. Bei den Damen ist ein Höhenunterschied zwischen 450 und 800 Metern vorgegeben. 

Die Streckenlänge variiert zwischen den verschiedenen Austragungsorten. Sie ist nicht vorgegeben, muss aber vorab abgemessen und auf der Startliste angegeben werden.   

Die Abfahrt wird in einem Durchgang ausgetragen, vorab findet ein offizielles Abfahrtstraining statt. Alle für den Wettkampf qualifizierten Athleten müssen am Training teilnehmen.

Die Startreihenfolge orientiert sich an der Anzahl der FIS-Punkte. Die Reihenfolge der ersten Startgruppe, die maximal 15 Athleten umfasst, wird im Vorfeld ausgelost. Alle übrigen Teilnehmer gehen in der Reihenfolge ihrer FIS-Punkte an den Start. Athleten, die keine Punkte vorweisen können, werden in einer letzten Gruppe ausgelost.

Im Weltcup 2019/2020 werden bei den Herren zehn Abfahrten gefahren, bei den Damen deren neun.

Ski Alpin: Was ist der Super-G?

Der Super-G gehört neben der Abfahrt zur Kategorie der Speed-Disziplinen im Ski alpin. Er ist das zweitschnellste Format im Rennkalender. Laut Vorgabe der FIS muss die Strecke bei den Herren einen Höhenunterschied von 400 bis 650 Metern betragen. Bei den Damen muss der Höhenunterschied zwischen 400 und 600 Metern liegen.

Auch beim Super-G variiert die Streckenlänge zwischen den verschiedenen Austragungsorten. Sie ist nicht von der FIS vorgegeben, muss aber vorab abgemessen und auf der Startliste angegeben werden.   

Der Super-G wird in einem Durchgang ausgetragen. Die Startreihenfolge orientiert sich an der Anzahl der FIS-Punkte. Die Reihenfolge der ersten Startgruppe, die maximal 15 Athleten umfasst, wird im Vorfeld ausgelost. Alle übrigen Teilnehmer gehen in der Reihenfolge ihrer FIS-Punkte an den Start. Athleten, die keine Punkte vorweisen können, werden in einer letzten Gruppe ausgelost.

Im Weltcup werden bei den Herren acht Super-G-Rennen gefahren, bei den Damen deren sieben.

Ski-Alpin: Was ist der Riesenslalom?

Der Riesenslalom gehört zu den technischen Disziplinen, ist langsamer als der Super-G aber schneller als der Slalom. Der Höhenunterschied der Strecke muss bei den Herren zwischen 250 und 450 Metern liegen, bei den Damen zwischen 250 und 400 Metern. Eine Streckenlänge ist nicht vorgeschrieben. 

Das klassische Tor bei Abfahrt, Super-G und Riesenslalom besteht aus zwei Slalomstangen und einer Torfahne. Hier bezwingt der Deutsche Stefan Luitz in Adelboden ein Riesenslalom-Tor.

Ein Riesenslalom besteht aus zwei Läufen, die Zeiten beider Läufe werden dabei addiert. Die Startreihenfolge im ersten Durchgang orientiert sich an der Anzahl der FIS-Punkte. Im ersten Durchgang wird in der Reihe der Startnummern gestartet. Diese werden folgendermaßen ermittelt: Die Reihenfolge der ersten Startgruppe, die maximal 15 Athleten umfasst, wird im Vorfeld ausgelost. Alle übrigen Teilnehmer gehen in der Reihenfolge ihrer FIS-Punkte an den Start. Athleten, die keine Punkte vorweisen können, werden in einer letzten Gruppe ausgelost.

Im zweiten Durchgang gehen die besten 30 Athleten in umgekehrter Reihenfolge zu den erbrachten Leistungen im ersten Durchgang an den Start. Während der Schnellste des ersten Laufes als 30. startet, geht der 30. des ersten Durchgangs als erster Starter des zweiten Laufes auf die Strecke. Vom 31. an wird gemäß der Rangliste des ersten Durchgangs gefahren, ausgefahren werden dabei aber nur die Plätze ab Position 31.

Im Weltcup-Winter 2019/2020 werden bei den Herren neun Riesenslaloms gefahren, bei den Damen ebenfalls neun.

Ski Alpin: Was ist der Slalom? 

Der älteste Wettbewerb im Ski alpin ist der Slalom. Er ist die langsamste und technisch anspruchsvollste Disziplin im Weltcup. Die Strecke muss bei den Herren einen Höhenunterschied von 180 bis 220 Metern aufweisen, bei den Damen von 140 bis 220 Metern. Eine Streckenlänge ist nicht vorgeschrieben.

Ein Slalom besteht aus zwei Läufen, die Zeiten beider Läufe werden dabei addiert. Die Startreihenfolge im ersten Durchgang orientiert sich an der Anzahl der FIS-Punkte. Im ersten Durchgang wird in der Reihe der Startnummern gestartet. Diese werden folgendermaßen ermittelt: Die Reihenfolge der ersten Startgruppe, die maximal 15 Athleten umfasst, wird im Vorfeld ausgelost. Alle übrigen Teilnehmer gehen in der Reihenfolge ihrer FIS-Punkte an den Start. Athleten, die keine Punkte vorweisen können, werden in einer letzten Gruppe ausgelost.

Der Norweger Henrik Kristoffersen beim Slalom im schwedischen Are.

Im zweiten Durchgang gehen die besten 30 Athleten in umgekehrter Reihenfolge zu den erbrachten Leistungen im ersten Durchgang an den Start. Während der Schnellste des ersten Laufes als 30. startet, geht der 30. des ersten Durchgangs als erster Starter des zweiten Laufes auf die Strecke. Vom 31. an wird gemäß der Rangliste des ersten Durchgangs gefahren, ausgefahren werden dabei aber nur die Plätze ab Position 31.

Im Weltcup werden bei den Herren zwölf Slaloms gefahren, bei den Damen deren neun.

Ski Alpin: Was sind Parallel-Events?

Parallel-Events finden im Slalom oder Riesenslalom statt. Die Wettkämpfe werden gleichzeitig von zwei Athleten auf nebeneinander liegenden Strecken durchgeführt. Dabei müssen die Strecken von der Kurssetzung, Bodengestaltung und Vorbereitung des Schnees so ähnlich wie möglich übereinstimmen. Gefahren wird auf einem roten und einem blauen Kurs.

Die minimale Anzahl der Richtungsänderungen sollte 15 betragen, der Höhenunterschied sollte bei minimal 50 Metern liegen. Die minimale Streckenlänge ist auf 160 Meter festgelegt.

Die Athleten duellieren sich im Parallel-Riesenslalom.

Bei Parallel-Events wird entweder die zeitliche Differenz im Ziel oder die individuelle Laufzeit als Messwert genommen. Wenn Laufzeiten gemessen werden, muss die Differenz in der Zeit, aus den Laufzeiten (in 1/100stel Sekunden) berechnet werden. Die Rennjury muss die Teilnehmer vorab informieren, in welcher Kategorie gemessen wird.  

Zunächst findet ein Qualifikationslauf statt. Dabei werden die 32 Starter für das Hauptfeld ermittelt, die dann jeweils in K.o.-Duellen gegeneinander antreten. In der ersten Runde, dem Sechzehntelfinale, werden zwei Läufe je Duell ausgetragen, ab dem Achtelfinale entscheidet jeweils ein Durchgang über das Weiterkommen. Platzierungsläufe finden nur zwischen den Siegern und Verlieren der Halbfinals statt. Die Plätze 5 bis 30 ergeben sich aus den jeweiligen Laufzeiten. 

Bei den Herren stehen zwei Events im Kalender, bei den Damen drei.

Ski Alpin: Was ist die Alpine Kombination?

Die Alpine Kombination besteht aus einem Slalom und einer Speeddisziplin (Super-G oder Abfahrt). Zunächst wird die Speeddisziplin gefahren, anschließend findet der Slalom statt. In jeder Disziplin wird je ein Lauf ausgetragen, das Gesamtergebnis setzt sich aus den Rennzeiten der jeweiligen Läufe zusammen.

Zur Saison 2019/2020 hat der Internationale Skiverband FIS die Regeln für die Startreihenfolge für den Slalom geändert. Sie entspricht dem Klassement der Speeddisziplin. Der schnellste Athlet der Speeddisziplin geht also  künftig als Erster auf die Slalomstrecke. Von einer umgekehrten Startreihenfolge der ersten 30 der Rangliste wird also künftig abgesehen.

Im Rennkalender der Herren sind drei Kombinationen vorgesehen, bei den Damen deren vier.

Quelle: chiemgau24.de

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