Nach Rang 3 im ersten Durchgang

Slalom in Kitzbühel: Neureuther verpatzt zweiten Lauf

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Felix Neureuther.

Kitzbühel - Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom von Kitzbühel das Podium verpasst.

 Bei dem Klassiker rutschte der beste deutsche Rennfahrer am Sonntag durch ein verpatztes Finale aus den Top drei und wurde Sechster. Für die große Show sorgten Sieger Marcel Hirscher aus Österreich mit einer famosen Aufholjagd bis ganz nach vorne - und Dave Ryding, der als erster Brite der Weltcup-Geschichte auf ein Slalom-Podium fuhr. Dritter wurde der Russe Alexander Choroschilow.

„Ich habe leider einen ziemlich großen Fehler gemacht. Da braucht man sich nicht wundern, dass es nicht gereicht hat“, sagte Neureuther im ZDF, nachdem er Rang drei aus dem ersten Durchgang nicht halten konnte. „Ich bin froh, dass ich noch im Lauf bin.“ Neureuther hatte in Kitzbühel schon zweimal in seiner Karriere gewonnen, hätte dieses Mal aber nach eigener Einschätzung Hirscher auch ohne Patzer nicht gefährden können. „Gegen Marcel war heute kein Kraut gewachsen.“

Der Weltcup-Gesamtsieger raste nach Rang neun im ersten Lauf durch einen atemberaubenden Ritt noch ganz nach vorne und feierte den insgesamt 20. Slalom-Erfolg im Weltcup. „Das hier ist wie eine Weltmeisterschaft“, sagte er zu der „großartigen“ Kulisse in Kitzbühel mit tausenden Fans und vielen Promis auf den Rängen. „Das ist schon sehr beeindruckend“, sagte Neureuther über seinen Rivalen, der die Führung im Slalom-Weltcup von Henrik Kristoffersen übernahm.

Für den Topfavoriten aus Norwegen war der Wettkampf früh vorbei. Nach 21 Weltcup-Slaloms ohne einen Ausfall - darunter zwölf Siege - schied er im ersten Durchgang aus. „Die Ski haben sich verkantet“, berichtete er. „Ich bin ein bisschen sauer. Vor zwei oder drei Jahren hättet ihr noch eine Shitshow gesehen, aber ich bin ein bisschen älter und smarter geworden.“

Aus dem deutschen Team schaffte es neben Neureuther auch noch Stefan Luitz als 18. in die Punkte. „Es war ein Kampf“, sagte er. „Ich glaube, es wäre schon noch einiges mehr drin gewesen. Fahrerisch war es nicht so, wie ich es eigentlich kann. Aber es sind wieder ein paar Punkte. Es ist ein harter Weg in die Top 30, man muss stetig punkten.“ Das hatte sich auch Linus Straßer vorgenommen. Doch als erster Starter im zweiten Durchgang schied er aus und hat nun nur noch den Flutlicht-Slalom am Dienstag in Schladming, um die verbandsinterne Qualifikations-Norm für die Ski-WM zu erfüllen.

dpa/sid

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