Lena im tz-Interview

Neuner: "Das sollte Konsequenzen haben"

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Magdalena Neuner verbringt Silvester in ihrer Heimat bei Freunden.

München - Magdalena Neuner spricht im tz-Interview über Silvester, die gescheiterte Münchner Olympia-Bewerbung, den Steuerfall Uli Hoeneß und ihre kommende Aufgabe als Mutter.

Frau Neuner, sind Sie ein Silvester-Partytiger?

Magdalena Neuner: Für mich hat Silvester keine so riesige Bedeutung. Ich finde es schön, zusammen zu feiern, aber ich nehme mir nichts Besonderes für das neue Jahr vor. Solche Vorsätze werden meist sowieso nicht eingehalten.

Also dahoam statt Disco?

Neuner (lacht): Ja, eigentlich sind wir noch gar nicht so alt, aber die letzten drei Jahre haben wir bei Freunden gefeiert. Gemütlich, mit guten Freunden und gutem Essen ins neue Jahr starten, ist halt doch das Schönste.

Wie war Ihr Jahr 2013?

Neuner: Ich war im Winter im Urlaub, eine vollkommen neue Erfahrung. Auch der Sommer war super, ich bin total integriert in unsere Dorfgemeinschaft. Ich fühle mich mehr zu Hause angekommen und dazugehörig als zuvor.

Ist Ihnen die Eingliederung schwer gefallen?

Neuner: Nein, in unserer Familie hatte ich nie einen Sonderstatus, auch im Freundeskreis war das kein Thema. Für alle Menschen, die mir viel bedeuten, bin und war ich immer nur Magdalena. Die Leute sollen sich nicht nur in der Sonne mitsonnen. Da habe ich mich auch von einigen gelöst, wenn ich dieses Gefühl hatte.

Nach Ihrem Karriere­ende haben Sie gesagt, Sie wollen suchen, was Sie wirklich wollen. Schon was gefunden?

Neuner: Einen Teil schon, die Familie, darauf möchte ich mich konzen­trieren. Viele fragen mich nach meiner beruflichen Zukunft. Ich verstehe den Stress nicht. Ob und wo ich als Nächstes Karriere mache, spielt für mich keine Rolle.

Sind Sie in das berüchtigte Loch gefallen nach Ihrem Rücktritt?

Neuner: Nein, es ging ja flott weiter. Ich hatte zwischenzeitlich nicht mal Zeit, um Sport zu treiben. Die Zeit musste ich mir erst wieder schaffen.

Sie haben 14 Werbepartner. Ist das nicht etwas viel?

Neuner: Für mich ist es richtig, ich arbeite schon lange mit vielen Partnern zusammen. Mir hat es viel bedeutet, dass mich nach meiner Karriere niemand fallengelassen hat.

Ihnen wurde noch nie gekündigt?

Neuner (lacht):

Nein, und das nehme ich als gutes Zeichen.

Verschiedene Meinungen gab es auch zur Münchner Olympiabewerbung.

Neuner: Ich hab mich bewusst rausgehalten. Die Menschen haben berechtigte Bedenken, aber aus sportlicher Sicht ist es das Größte.

Waren Sie dafür oder dagegen?

Neuner: Tendenziell dafür. Da spricht das Sportlerherz aus mir. Aber ich verstehe auch die Olympiagegner, man darf ihnen nicht böse sein oder ihnen Dummheit vorwerfen.

Einige aktive und ehemalige Sportler haben das getan.

Neuner: Hier sollte jeder seine eigene Meinung haben dürfen.

Magdalena Neuner - total umgarnt

Magdalena Neuner bei einem Fotoshooting für Strickgarn-Hersteller Lana Grossa, einen ihrer Partner. Sehen Sier hier tolle Bilder. © LANA GROSSA/Olonetzky
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Magdalena Neuner bei einem Fotoshooting für Strickgarn-Hersteller Lana Grossa, einen ihrer Partner. Sehen Sier hier tolle Bilder. © 

Wie ist Ihre Meinung zum Steuervorfall um Uli Hoeneß?

Neuner: Es ist schwierig, das zu beurteilen. Herr Hoeneß hat anscheinend eine Straftat begangen. Wenn das so ist, dann sollte das auch Konsequenzen haben. Mir ist wichtig, dass Menschen, die Geld oder einen bekannten Namen haben, nicht nach anderen Kriterien bewertet werden als der Ottonormalverbraucher. Aber es sollte eben auch nicht ins Gegenteil umschlagen!

Im Verein erfährt er volle Unterstützung.

Neuner: Das ist aus Sicht des Vereins auch absolut verständlich. Schließlich hat er für den FC Bayern sehr viel Positives erreicht. Da vermischen sich die Dinge und Argumente.

Vitali Klitschko kämpft in der Ukraine gegen Präsident Viktor Janukowitsch und für mehr Gerechtigkeit.

Neuner: Ich habe mich mit ihm unterhalten, er steht voll hinter dieser Sache. Und ich habe das Gefühl, dass es richtig ist, was er macht. Hoffentlich entwickelt sich die Situation zum Guten für das Volk. Es ist immer schlimm, wenn Menschenleben gefährdet sind.

Und in Deutschland schimpfen wir über die Große Koalition und deren Entscheidungen.

Neuner: Kleinigkeiten, im Vergleich zur Situation in der Ukraine oder Thailand. Wir sollten uns nicht zu viel beschweren.

Sie engagieren sich in der Björn-Schulz-Stiftung, die sich für chronisch kranke Kinder einsetzt. Wenn Sie mit dem Thema konfrontiert werden, wie oft wünschen Sie sich Gesundheit für Ihr eigenes Kind, das Sie im Mai erwarten? 

Neuner: Natürlich denkt man daran, aber ich lass es nicht so an mich heran, ich versuche positiv zu denken. Man muss Vertrauen haben. Wenn man all die schlimmen Schicksale sieht, kann man immer wieder nur dankbar sein, wenn es einem selbst und der eigene Familie gut geht. Da wird einem klar, dass man nicht alles selbst bestimmen und regeln kann.

Haben sich Ihre Prioritäten seit Ihrer Schwangerschaft verschoben?

Neuner: Total. Ich habe Termine einfach abgesagt, so etwas habe ich früher nie gemacht. Aber im Moment gibt es nichts Wichtigeres als unser Kind. Ich spüre jetzt schon die Verantwortung, die man als Mutter hat. Es verändert sich so viel, das kann man gar nicht beschreiben.

Wie verlief Ihre Schwangerschaft bisher?

Neuner: Ich hatte die üblichen Beschwerden, die viele Frauen haben. Aber nach rund vier Monaten wurde es besser. Die Belohnung, die man bekommt, entschädigt für vieles. Aber ich muss zugeben, am Anfang war es nicht ganz einfach.

Die Strapazen soll man nach der Geburt ja vergessen.

Neuner: Habe ich auch gehört. Das hat die Natur wohl so eingerichtet, sonst würde man sich beim zweiten Kind schon mehr Gedanken machen.

Welche Bedeutung hat für Sie die Ehe?

Neuner: Ich habe noch keinen Antrag bekommen, falls Sie das wissen wollen. Da lasse ich mich überraschen. Grundsätzlich finde ich es schon schön, wenn man auch offiziell und auf dem Papier eine Familie ist, aber ich bin da weniger konservativ, als viele vielleicht denken.

Sieht Ihre Oma das genauso?

Neuner (lacht): Da müssen Sie sie selber fragen. Ihr ist es bestimmt ein bisschen wichtiger. Ich finde, es gibt fürs Leben immer viele Optionen und Möglichkeiten.

Für Ihr Kind gibt es nur zwei Möglichkeiten: Junge oder Mädchen. Wissen Sie schon, was es wird?

Neuner: Nein, da lassen wir uns überraschen.

Es wird auf jeden Fall eine berühmte Mutter haben. Wie werden Sie damit umgehen?

Neuner: Am Anfang ist das nicht relevant. Später sollte man erzählen und erklären, was die Mama früher gemacht hat. Ich glaube, es ist wichtig, dass man daraus kein großes Ding macht. Das Kind soll sich nichts darauf einbilden, normal aufwachsen und normale Werte mitkriegen.

Ist es das erste Enkelkind in Ihrer Familie?

Neuner: In Familie Neuner, ja. Seppis große Schwester hat schon eine Tochter.

Ihr Freund ist also schon geübt?

Neuner (lacht): Ja, ein bissl. So oft ist die Kleine nicht da, aber der kann das dann schon, wenn es so weit ist.

Interview: Mathias Müller

Quelle: tz

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