Das 3. Springen des Klassikers

Vierschanzentournee 2018: So endete das Springen in Innsbruck

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Die „Bergiselschanze“ in Innsbruck ist traditionell die dritte Station bei der Vierschanzentournee.

In Innsbruck fand das dritte Springen der Vierschanzentournee 2018 statt. Für Richard Freitag gab es eine herbe Enttäuschung.

Update vom 17. Januar 2018: Nach zehn Jahren Pause kehrt die FIS Skiflug-Weltmeisterschaft 2018 wieder ins bayerische Oberstdorf zurück. Hier erfahren Sie, wie Sie die Skisprung-WM live im TV und im Live-Stream sehen können.  

Update: Das dritte Springen der Vierschanzentournee 2018 in Innsbruck ist mit einer Enttäuschung für die deutschen Skispringer zu Ende gegangen - und mit der Hoffnung auf einen historischen Erfolg für den Polen Kamil Stoch. Während Richard Freitag im ersten Durchgang stürzte und zum zweiten Sprung gar nicht mehr antrat, gewann Stoch auch das dritte von vier Springen. Er könnte in Bischofshofen in die Fußstapfen von Sven Hannawald treten und als zweiter Springer überhaupt alle vier Wettbewerbe der Tournee in einer Saison gewinnen. Wie Sie das Springen in Bischofshofen live sehen können, erfahren Sie hier.

Innsbruck - Das Bergiselspringen in Innsbruck ist für viele ein Highlight. Auch wenn jede Schanze beziehungsweise jeder Standort seine eigene Geschichte und Tradition aufzuweisen hat, ist der Wettbewerb in Innsbruck ein ganz besonderer. Charakteristisch für das Springen ist der Auslauf nach der Landung. Es geht wieder den Hügel hinauf, statt wie an den meisten Orten in die Ebene hinein. 

Seit 1927 heben in Innsbruck die Sportler in die Lüfte ab. Nach der Errichtung des Anlaufturms 1933 folgte 1941 der Einsturz, bei dem vier Menschen ums Leben kamen und sich weitere verletzten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schanze komplett erneuert und im Januar 1953 bei der ersten Vierschanzentournee überhaupt genutzt. Nach Umbauarbeiten für die Olympischen Spiele 1964 und 1976 besuchte sogar Papst Johannes Paul II. 1988 den Bergisel und hielt dort eine Messe ab. 

Vierschanzentournee in Innsbruck: Der Umbau der Schanze in den Jahren 2002/2003

Die größte Veränderung kam dann Anfang der Jahrtausendwende. 2002 wurde die Schanze gesprengt und für 12 Millionen 2003 endgültig fertiggestellt. Sogar der Österreichische Staatspreis für Architektur wurde für das Bauwerk verliehen. Seitdem wird das Gebilde universal eingesetzt. Das Air-and-Style-Festival fand 2008 dort statt, außerdem war es bei der Fußball-Meisterschaft Gastgeber für eine großes Public Viewing. 

2008 gab es allerdings auch ein Novum in der Geschichte der Vierschanzentournee. Das Springen in Innsbruck konnte nicht stattfinden. Die Witterungsbedingungen ließ den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als den Wettbewerb abzusagen.

In der über 60-jährigen Geschichte der Tournee gewannen neun Deutsche (DDR mit inbegriffen) den Wettbewerb. Richard Freitag (2015) war der bislang letzte Sieger. Davor waren es Sven Hannawald (2002), Jens Weißflog (1984), Manfred Deckert (1982), Henry Glaß (1977), Jochen Danneberg (1976), Hans Aschenbach (1974), Dieter Neuendorf (1966), Max Bolkart (1960) und zweimal Helmut Recknagel (1959, 1958). Im vergangenen Jahr konnte Daniel-André Tande aus Norwegen das Springen für sich entscheiden. Den Schanzenrekord hält aktuell Michael Hayböck. Im Jahr 2015 flog der Österreicher auf 138 Meter.  

Achtung: Für Erst-Zuschauer der Vierschanzentournee 2017/2018 sei erklärt, dass der Wettbewerb etwas anders abläuft, als die sonstigen Springen im Weltcup. Normalerweise heben die Sportler von der Startnummer eins bis 50 ab. Doch bei der Tournee springen immer zwei Athleten gegeneinander. Wer sich im direkten Duell durchsetzt, steht sicher im zweiten Durchgang. Da aber so nur 25 Leute im zweiten Durchgang wären, kommen auch die fünf besten Verlierer der Punkte nach, die sogenannten Lucky-Loser, in den nächsten Durchgang. 

Skispringen 2018 in Innsbruck: Vierschanzentournee live im Free-TV im ZDF

Fans, die schon zu Zeiten von Sven Hannawald und Martin Schmitt dabei waren, können sich noch erinnern, dass RTL die Rechte inne hatte. Doch auch in diesem Jahr wechseln sich wieder ARD und ZDF ab. Das ZDF zeigt das Skispringen 2018 in Innsbruck live.

Vom Skispringen 2018 in Tirols Landeshauptstadt berichtet das ZDF heute, am Donnerstag, 4. Januar 2018, ab 13.45 Uhr, live. Um 14 Uhr startet der Wettkampf.

Durch das ZDF-Programm führt Norbert König. Ihm zur Seite steht Skispringer-Legende Toni Innauer. Der österreichische Olympiasieger und Weltmeister von 1980 war auch schon Trainer und Sportdirektor beim Österreichischen Skiverband. Der erste und zweite Durchgang des Skispringens 2018 in Innsbruck (Beginn ungefähr 15:10 Uhr) werden von Stefan Bier kommentiert. 

Skispringen 2018 in Innsbruck: Vierschanzentournee im Live-Stream des ZDF

Auch im Internet können Fans die Tournee verfolgen. Auf zdf.de kann auf dem PC, Laptop, Smartphone oder Tablet via Webbrowser das 3. Springen der Vierschanzentournee im Live-Stream verfolgt werden.

Am heutigen Donnerstag, 4. Januar 2018, ab 13.45 Uhr, beginnt die Übertragung des Skispringens 2018 in Innsbruck im Live-Stream. 

Doch nicht nur auf dem PC oder Laptop, sondern auch auf mobilen Endgeräten können Sie die Weitenjagd sehen. 

Für Android-Nutzer gibt es die App des ZDF im Google Play Store, für User von Apple kann die Applikation im iTunes-Store heruntergeladen werden. Auf Tablet und Smartphone können Sie sich so eine auf eine problemfreie Übertragung freuen. 

Aus rechtlichen Gründen dürfen Sie den Stream nur in Deutschland sehen. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten das zu umgehen. Das sogenannte Geoblocking ist mit der Einrichtung eines Virtual Private Networks (VPN) zu umgehen. Bei einem VPN benutzt man einen IP-Adresse aus dem Wunschland. Programme wie HideMyAss oder IPVanish weisen Ihnen eine entsprechende IP-Adresse auf ihrem PC oder Laptop zu. Für das Smartphone und Tablet können Sie Anbieter wie Proxy Droid oder Faceless nehmen. 

Da es sich hier um eine Grauzone handelt, können Sie hier nachlesen, wie ein Anwalt den Einsatz eines VPN beurteilt. 

Wichtig: Achten Sie beim Verfolgen des Live-Streams zum 3. Springen der Vierschanzentournee wieder auf eine stabile WLAN-Verbindung. Da Streams eine hohe Datenmenge verbrauchen, könnte das Datenvolumen ihres Mobilfunkvertrages andernfalls schnell aufgebraucht sein. Wer dann noch schnell von unterwegs aus im Netz surfen möchte, muss unter Umständen mit Extra-Kosten rechnen. 

Skispringen 2018 in Innsbruck: Vierschanzentournee live im Free-TV bei Eurosport

Auch auf Eurosport kommen die Skisprung-Fans auf ihre Kosten. Der Sender überträgt wie gewohnt das 3. Springen vom Bergisel live. Um 13:45 Uhr schaltet der Sport-Kanal am heutigen Donnerstag, 4. Januar 2018 live nach Innsbruck. Wer fliegt am weitesten? Wie schaut es in der Gesamtwertung aus?

Eurosport konnte für die Vierschanzentournee 2017/2018 wieder die beiden deutschen Skisprung-Aushängeschilder Martin Schmitt und Sven Hannawald als Experten gewinnen.

Martin Schmitt, der vierfache Weltmeister und Olympiasieger von Salt Lake City 2002, wird beim Skispringen 2018 in Innsbruck zusammen mit Reporter Gerhard Leinauer im Eurosport Live-Studio die Leistungen der Springer analysieren und erste Stimmen direkt aus dem Schanzenauslauf einfangen.

Sven Hannawald wird das Springen in Innsbruck mit Matthias Bielek kommentieren. Hannawald, der vor 16 Jahren als bislang Einziger alle Springen bei einer Vierschanzentournee gewinnen konnte, soll den Zuschauern als Co-Kommentator die Besonderheiten der Tournee näherbringen.

Skispringen 2018 in Innsbruck: Vierschanzentournee im Live-Stream von Eurosport

Um den Eurosport Live-Stream zu sehen, müssen Sie sich ein Konto anlegen und ein Abonnement beim Eurosport-Player abschließen. Den Eurosport-Player gibt es aber zum kostenlosen Download auch im Google Play Store für Android-User oder für Apple-Liebhaber auch im iTunes-Store.

Die Übertragung im Live-Stream vom Skispringen 2018 in Innsbruck richtet sich nach den TV-Zeiten.

Skispringen 2018 in Innsbruck: Vierschanzentournee im kostenlosen Live-Stream

Im Internet werden Sie auch auf weiteren Portalen fündig. Viele Anbieter streamen das Springen auch. Jedoch haben Sie hier meist Probleme mit der Qualität. Ein fremdsprachiger Kommentator sowie optische Probleme sind hier an der Tagesordnung. Immer wieder poppen Plug-Ins sowie Werbebanner auf und verhindern eine einwandfreie Übertragung. Die Nutzung dieser Streams ist seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs offiziell illegal und Sie machen sich strafbar. Wir haben Ihnen aber eine Liste der legalen Live-Streams zusammengestellt

Skispringen in Innsbruck: Die letzten zehn Sieger

Jahr

Sieger

Zweiter 

Dritter

2017

Daniel-André Tande (NOR)

Robert Johansson (NOR)

Jewgeni Klimow (RUS)

2016

Peter Prevc (SLO)

Severin Freund (GER)

Kenneth Gangnes (NOR)

2015

Richard Freitag (GER)

Stefan Kraft (AUT)

Noriaki Kasai (JPN) und Simon Ammann (SUI)

2014

Anssi Koivuranta (FIN)

Simon Ammann (SUI)

Kamil Stoch (POL)

2013

Gregor Schlierenzauer (AUT)

Kamil Stoch (POL)

Anders Bardal (NOR)

2012

Andreas Kofler (AUT)

Gregor Schlierenzauer (AUT)

Taku Takeuchi (JPN)

2011

Thomas Morgenstern (AUT)

Adam Malysz (POL)

Tom Hilde (NOR)

2010

Gregor Schlierenzauer (AUT)

Simon Ammann (SUI)

Janne Ahonen (FIN)

2009

Wolfgang Loitzl (AUT)

Gregor Schlierenzauer (AUT)

Martin Schmitt (GER)

2007

Anders Jacobsen (NOR)

Thomas Morgenstern (AUT)

Simon Ammann (SUI)

*2008 wurde das Springen wegen schlechten Wetters abgesagt. 

AnK

Quelle: tz

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