Start in Lienz

Rebensburg wieder fit: Endlich Vollgas!

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Am Samstag steigt der Riesenslalom in Lienz - mit Viktoria Rebensburg.

München - Viktoria Rebensburg  ist wieder da. Zusammen mit der österreichischen Mannschaft trainierte sie in Maria Alm. "Ich bin einfach froh, wieder dabei zu sein", sagt sie glücklich.

Der 27. Dezember, 8.30 Uhr morgens. Viktoria Rebensburg hat bereits ein paar Trainingsläufe hinter sich. Bronchitis und Nebenhöhlenentzündung sind Schnee von gestern. Unmittelbar nach Heiligabend ist sie Richtung Maria Alm gedüst, um auf den bestens präparierten Pisten von Peter Hörl am Hinterreitlift zu trainieren. Auf den Riesentorlauf am Samstag in Lienz freut sich die 24-jährige Sportlerin: „Ich bin einfach froh, wieder dabei zu sein. Wobei ich kräftemäßig und was die Spritzigkeit betrifft noch nicht bei 100 Prozent bin.“

Über die Olympischen Winterspiele in Sotschi will die gebürtige Kreutherin daher auch noch gar nicht wirklich groß sprechen: „Klar sind die Spiele das wichtigste Ereignis in dieser Saison, aber vorerst freue ich mich auf ein paar schöne Rennen im Januar.“ Weihnachten hat Viktoria im Kreise der Familie verbracht und die Tage sehr genossen: „Es ist schön, wenn die gesamte Familie einmal zusammen kommt.“ Das ist nicht oft der Fall, weil Viktoria während des Winters dauernd unterwegs ist.

Zwischen den Trainingsläufen nimmt Rebensburg auf einem eigens mitgebrachten schwarzen Klappstuhl Platz und scherzt mit ihrem österreichischen Servicemann Andi Berger. Dieser hat nicht nur mehrere Paar Test- und Rennski, sondern auch Töchterchen Elisa, die selbst für den Skiclub Eben Rennen fährt, zum Training mitgebracht. Die 10-Jährige drückt im Damen-Weltcup nicht nur den Österreicherinnen die Daumen: „Vicky ist mein großes Vorbild. Manchmal darf ich sogar eine Runde mit ihr Skifahren. Ich schau mir viel von ihr ab.“ Dann gesellt sich Peter Hörl dazu. Der 51-jährige Land- und Gastwirt hat in den frühen Morgenstunden die Piste seines Trainingshangs gut präpariert. „Der Peter hat immer eine tolle Rennpiste für uns“, lobt Rebensburg, „sogar jetzt, wo kaum Schnee in Österreich liegt, können wir uns auf ihn verlassen.“ Da lacht er und nimmt die Olympiasiegerin in den Arm: „Schön, dass du wieder bei uns bist, Vicky! Alles Gute für dein Rennen.“

Dann kommt ein Funkspruch von oben. Rebensburg schnallt die Ski an und fährt zum Lift. Noch eine Trainingseinheit. Hörl plaudert indessen weiter: „Die deutschen Athleten sind bei uns immer willkommen. Vicky, Maria und natürlich Felix Neureuther sind auch bei uns in Österreich sehr beliebt. Sie sind nicht nur großartige Sportler, sondern vor allem sehr sympathisch.“ Das bestätigen auch die beiden Bedienungen in der Gaststube: „Wir freuen uns immer auf das deutsche Team.“ Da die meisten Athleten auch im Gasthof Hinterreit übernachten, bekomme man eine sehr private Seite der Sportler mit. Mehr wollen sie an dieser Stelle nicht verraten. Außer: „Wenn der Felix da ist, malen wir schon mal ein Herzal an seine Zimmertür.“

J. Stöckl

Quelle: tz

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