Beach Boys wieder gemeinsam auf Tour

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Die Beach Boys gehen wieder in alter Formation auf Tournee

New York - Es ist ein bisschen wie eine Wiedervereinigung der Beatles: Die legendären Beach Boys tun sich erstmals wieder zusammen mit dem flüchtigen Genie Brian Wilson.

Die Beach Boys kommen zurück: Zu ihrem 50. Jubiläum geht die legendäre kalifornische Band wieder auf eine große Tour und nimmt ein neues Album auf. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass alle noch lebenden Mitglieder um Brian Wilson zusammen auf der Bühne stehen werden. Die Tour mit 50 Konzerten startet im April in New Orleans. Einige Songs für das neue Album sind schon aufgenommen, einen Titel gibt es noch nicht.

Vor einigen Monaten hatten sich fünf der noch lebenden Bandmitglieder in einem Studio wiedergetroffen, um das Lied “Do it again“ neu aufzunehmen. “Es klang so gut, dass wir beschlossen haben, weiterzumachen“, sagte Gitarrist Al Jardine dem Musikmagazin “Rolling Stone“. Auch ein gemeinsamer Auftritt bei der Grammy-Verleihung im Februar sei geplant.

Die Beach Boys (“Surfin' USA“) erlebten einen kometenhaften Aufstieg. 1961 starteten sie quasi als Familienband: Den drei Wilson-Brüdern Brian, Carl und Dennis schlossen sich ihr Cousin Mike Love und Schulfreund Al Jardine an. Das erste Album “Surfin' Safari“ wurde 1962 ein internationaler Hit und die Musik der Beach Boys wurde weltweit zum Inbegriff des entspannten kalifornischen Lebensgefühls.

Nach Hits wie “California Girls“ und einem weiteren phänomenalen Erfolg mit dem Album “Pet Sounds“ 1966 geriet alles aus dem Ruder. Die Nachfolgeplatte mit dem Titel “Smile“ sollte zum nächsten Höhepunkt werden, doch am Ende zerriss der Ehrgeiz von Brian Wilson, das größte Album aller Zeiten aufzunehmen, die Band. “Smile“ wurde trotz jahrelanger Anläufe nie vollendet und wird manchmal als das berühmteste unveröffentlichte Album der Musikgeschichte bezeichnet. Vor einigen Jahren nahm Wilson schließlich “Smile“ als Solo-Album neu auf, zudem kam Material aus den Original-Aufnahmen heraus.

Brian Wilson, der schon 1965 nach einer Angstattacke nicht mehr mit den Beach Boys tourte, hatte Drogenprobleme, verließ die Band, kam Mitte der 90er Jahre zurück, nur um einige Jahre später wieder zu seiner Solo-Karriere aufzubrechen. Andere Bandmitglieder machten unter dem Namen Beach Boys weiter, die einstigen Jugendfreunde überzogen sich mit Gerichtsklagen. “Das alles ist längst vergessen“, versicherte Mike Love jetzt dem “Rolling Stone“.

Die Beach Boys werden zwar nie wieder in Originalbesetzung spielen können - Dennis Wilson starb 1983 und sein Bruder Carl 1998 - doch zur Wiedervereinigung soll die Band so weit wie möglich wie Anfang der 1960er Jahre aussehen. Neben Brian Wilson, Love und Jardine ist noch Gitarrist David Marks dabei, der von 1962 bis 1963 mit den Beach Boys spielte, sowie Bassist Bruce Johnston, der einst als Tour-Ersatz für Wilson dazukam.

dpa

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