Rapper veröffentlicht Integrations-Buch

Bushido: "Ein schwuler Sohn - es wäre Absturz"

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Skandal-Rapper Bushido hat ein Integrations-Buch mit dem Titel "Auch wir sind Deutschland" (Riva Verlag, 19,99 Euro) veröffentlicht.

Berlin - Skandal-Rapper Bushido hat ein neues Buch zum Thema Integration herausgebracht. Er präsentiert sich darin als Anti-Sarrazin. Allerdings haut Bushido wieder einige Statements raus, die für Diskussionen sorgen dürften.  

Mit seinem Hass-Lied „Stress ohne Grund“ hat Bushido (34) für Schlagzeilen gesorgt - am Mittwoch brachte der Rapper jetzt unter seinem bürgerlichen Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi ein Buch zur Integration heraus. Unter dem Titel „Auch wir sind Deutschland“ (Riva Verlag, 19,99 Euro) will der Sohn einer deutschen Mutter und eines tunesischen Vaters einen Beitrag zu einer Debatte leisten, die „viel zu lange ohne die tatsächlich Betroffenen geführt wurde“, wie er schreibt. In Anspielung auf das umstrittene Buch des früheren Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin kommt Bushido zu dem Schluss: „Statt "Deutschland schafft sich ab" bin ich viel eher der Meinung: "Deutschland schafft das!" Wenn wir es wollen.“

Im Gegensatz zum Sarrazin-Bestseller erörtert Bushido in dem knapp 300 Seiten dicken Buch nicht nur politische und gesellschaftliche Fragen. Deutschlands Skandal-Rapper Nummer Eins gibt darin auch einiges aus seinem Privatleben bekannt.

Rapper Bushido und seine Polit-Freunde

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Zum Beispiel, wie sehr sein Gangster-Image auf sein direktes Umfeld abfärbt. Was seine Frau Anna-Maria Lagerbloom (die Schwester von Sängerin Sarah Connor) unmittelbar erfahren musste. In einer Stelle, die die "Bild"-Zeitung zitiert, heißt es: „Als ich angefangen habe, mich mit Anna-Maria zu treffen, und es offensichtlich wurde, dass wir ein Paar sind, bekam sie eines Tages einen Anruf vom Landeskriminalamt Berlin. Der Polizist am anderen Ende der Leitung überbrachte ihr die Warnung, dass sie bloß aufpassen solle, mit wem sie sich da einlasse, denn wenn sie erst mal drinstecken würde in dieser Mafiageschichte, dann käme sie da nicht mehr raus.“

Zudem verrät Bushido, dass sowohl er als auch seine Frau von der Horror-Vorstellung umgetrieben werden, wonach ihr gemeinsamer Sohn sich eines Tages als schwul outen könnte. "Das wäre uns beiden höchst unangenehm und auch meine Frau hat Angst davor. Wir würden uns definitiv nicht darüber freuen, aber natürlich, sagt sie, natürlich wäre er dann immer noch ihr Sohn, und natürlich, sage ich, wäre er dann auch immer noch mein Sohn, den ich lieben würde – aber es wäre Absturz."

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Auch der deutsche Mann an sich kommt in Bushidos neuem Buch alles andere als gut weg. Viele hält er für ziemliche Weicheier. So schreibt er: "Deutsche Männer haben einfach zu wenig Kanten. Entweder sie sind so unaufmerksam, dass sie alles schleifen lassen, sich selbst, ihr Aussehen, ihre Hygiene, ihr Benehmen und ihr Verhalten generell, oder sie sind so weich, dass sie die ganze Zeit sagen: ‚Ja klar, kein Problem ...‘" 

fro/dpa

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