Warum sie ihn nicht annehmen

Dschungelcamp-Moderatoren sagen Nein zu Comedypreis

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Die "Dschungelcamp"-Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow wollten den Preis in Gedenken an den verstorbenen Dirk Bach nicht annehmen.

Köln - Die "Dschungelcamp"-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich haben den ihnen verliehenen Comedy Preis abgelehnt. In einer Videobotschaft nannten sie ihre Gründe dafür

Überraschung bei der Verleihung des Comedypreises: Die Dschungelcamp-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich haben die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Moderation“ abgelehnt. In einer Video-Botschaft verkündeten sie am Dienstagabend in Köln, dass sie den Preis ein Jahr nach dem Tod von Dirk Bach nicht annehmen könnten. Aus Respekt vor „Dicki“ und weil es sich „komisch“ anfühle, wie Zietlow erklärte. Auch Bachs Nachfolger Daniel Hartwich meinte: „Ich kann keinen Preis annehmen, den mein Vorgänger verdient gehabt hätte. Ich habe mich ins gemachte Nest gesetzt.“

Dirk Bach - Fotos aus dem Leben des Paradiesvogels

Dirk Bach verstarb völlig überraschend am 1. Oktober 2012 in Berlin. © dpa
Wir zeigen Ihnen einige Bilder aus dem Leben des Paradiesvogels. © dapd
Dirk Bach wurde am 23. April 1961 in Köln geboren. © dpa
Der Höhepunkt seiner Karriere: Zusammen mit Sonja Zietlow moderierte er von 2004 bis 2011 insgesamt sechs Staffeln des Dschungelcamps "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". © RTL/Ruprecht Stempell/dpa
Er war als Moderator, Schauspieler und Synchronsprecher erfolgreich. © dapd
Seinen Durchbruch im Fernsehen schaffte er 1992 mit der Dirk Bach Show auf RTL. © dpa
Auch in der Sat.1-Show "Schillerstraße" stellte er sein komödiantisches Talent regelmäßig zur Schau und brachte seine Fans zum Lachen. © dapd
Die TV-Sendung Lukas brachte ihm 1996 den Telestar, 1999 den Deutschen Comedypreis und 2001 die Goldene Kamera. © dapd
Privat engagierte sich der bekennende Schwule für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. © dapd
1999 gab er seinem langjährigen Lebensgefährten das Eheversprechen. Heiraten wollte er, sobald die homosexuelle Ehe der heterosexuellen gleichgestellt  ist. © dpa
Außerdem war er als bekennender Tierschützer bekannt und unterstützte die Organisation PETA. © dapd
2008 wurde er mit dem Reminders Day Award für sein Engagement im Kampf gegen HIV und AIDS ausgezeichnet. © dpa

Gleichwohl teilte RTL zunächst noch mit, die beiden hätten den Preis - wenn auch traurig - angenommen. Später wurde dann auf der Website klargestellt, dass sie die Trophäe tatsächlich abgelehnt hatten. „Auch wenn die beiden damit für Verwirrung im Saal sorgten, eine große Geste war das allemal“, kommentierte RTL.

Deutscher Comedypreis 2013: Das sind die Gewinner

Jubel bei Circus HalliGalli: Moderatoren Palina Rojinski (links), Joko Winterscheidt (Mitte) und Klaas Heufer-Umlauf freuen sich mit Oma Violetta Tamowska-Bronner (vorn im Bild) über den Preis als Beste Comedyshow. © dpa
Die Dschungelcamp-Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow nahmen ihren Preis in der Kategorie Beste Moderation nicht an. © dpa
Moderiert wurde die Verleihung des Deutschen Comedypreises 2013 von Barbara Schöneberger. © dpa
Plattenbau-Prinzessin Cindy aus Marzahn (rechts), hier neben Olivia Jones, ging nach vier Jahren erstmals leer aus. © dpa
"TV Total"-Entertainer Stefan Raab nahm den Preis für das Beste Comedyevent für seine "Große TV Total Prunksitzung" mit nach Hause. © dpa
 © dpa
Carolin Kebekus holte in diesem Jahr den Preis als Beste Komikerin. © dpa
Bester Komiker 2013 wurde ihr Kollege Olaf Schubert. © dpa
Bester Newcomer 2013 ist Luke Mockridge. © dpa
"Switch"-Star Martina Hill bekam den Comedypreis als Beste Schauspielerin. © dpa
Schauspieler Til Schweiger wurde für "Kokowääh 2" in der Kategorie Erfolgreichste Kinokomödie ausgezeichnet. © dpa
Urgestein Tom Gerhardt ("Hausmeister Krause") erhielt einen Ehrenpreis. © dpa

Olaf Schubert und Carolin Kebekus gewannen den Comedypreis als bester Komiker und beste Komikerin. Schubert ist unter anderem durch Auftritte in der ZDF-„heute-show“ bekanntgeworden. Kebekus geriet vor einigen Monaten in die Schlagzeilen, weil der WDR eine Kirchensatire von ihr aus dem Programm genommen hatte. Kurzzeitig prüfte die Staatsanwaltschaft sogar die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.

Gleich zwei Preise erhielt Bastian Pastewka. Er wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet und gewann in der Kategorie „Beste Comedyserie“ mit seiner Serie „Pastewka“ (Sat.1). Martina Hill bekam bereits zum vierten Mal die Auszeichnung als beste Schauspielerin. Weitere Preisträger waren Mario Barth (erfolgreichster Live Act), Til Schweiger (erfolgreichste Kinokomödie) und Stefan Raab (bestes Comedyevent). Den Ehrenpreis heimste Tom Gerhardt („Ballermann 6“) ein, bester Newcomer war in den Augen der Jury Luke Mockridge. Die Aufzeichnung der Show läuft am Samstagabend um 22.15 Uhr bei RTL.

dpa

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