"Er musste mitschwimmen"

Nazi-Filme: Götz George verteidigt Vater

george
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Vater und Sohn: Heinrich und Götz George.

Hamburg - Immer wieder ist Heinrich George für sein Mitwirken in Propagandafilmen des Dritten Reichs kritisiert worden. Jetzt hat ihn sein Sohn, Schauspieler Götz George, ihn in Schutz genommen.

„Der musste mitschwimmen, um nicht unterzugehen“, sagte George dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Schauspieler Heinrich George war eine feste Größe im nationalsozialistischen Kulturbetrieb und hatte Rollen in mehreren Propagandafilmen bekleidet. Mit seinen Rollen habe er die Familie schützen wollen, sagte Götz George. „Und er wollte spielen. Er hat gesagt, das Einzige, was mein Leben ausmacht, ist, andere Figuren darzustellen. Mein Vater war ein spielwütiger Mensch.“

1946 kam George in russischer Kriegsgefangenschaft um. „Wenn ein Mensch mit 52 Jahren sterben muss, dann hat er bezahlt. Dann ist die Rechnung ausgeglichen“, so sein Sohn.

Im ARD-Film „George“ (24. Juli, 21.45 Uhr) spielt Götz seinen Vater. Der 115 Minuten lange Film - angereichert mit Interviews und Originalaufnahmen - soll dem Sender zufolge die Beziehung zwischen Vater und Sohn thematisieren.

dpa

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