Darum wurde der Schauspieler Russe

Gérard Depardieu: "Frankreich ist traurig"

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Der frischgebackene Russe Gérard Depardieu hat Frankreichs Steuerpolitik heftig kritisiert.

Moskau - Der Schauspieler Gérard Depardieu, seit kurzem russischer Staatsbürger, findet die französische Steuerpolitik übertrieben. Seine Heimat habe er aber aus anderen Gründen verlassen.

Seit Anfang 2013 ist Gérard Depardieu ein Russe - so steht es in seinem Pass. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte ihm per Anordnung die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Für den 64-jährigen Schauspieler sind damit in finanzieller Hinsicht immense Vorteile verbunden: Zwar hat Frankreich die von Präsident Francois Hollande geplante Reichensteuer von 75 Prozent gestoppt, doch der russische Steuersatz von 13 Prozent ist konkurrenzlos niedrig.

Dabei hat Depardieu Frankreich gar nicht aus steuerlichen Gründen verlassen, wie das russische Nachrichtenportal RIA Novosti berichtet: Die "übertriebene" Steuerpolitik der französischen Regierung lasse zwar für ihn darauf schließen, dass sie sich mit ihrer Arbeit nicht auskenne. Seinem Geburtsland habe er aber den Rücken zugekehrt, weil Frankreich "traurig und antriebslos" sei. Depardieu ist sich sicher, dass es auch seinen früheren Landsleuten so geht: "Ich glaube, die Franzosen haben davon die Nase voll."

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