Helmut Schmidt: Interview zur neuen Liebe 

Köln - In ihrer ersten Sendung nach der Sommerpause will Sandra Maischberger Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt auch nach seiner Beziehung mit Ruth Loah befragen.

Altkanzler Helmut Schmidt macht sich rar im Fernsehen - aber zu Sandra Maischberger kommt er immer wieder mal. An diesem Dienstag (22.45 Uhr) ist der 93-Jährige in der ARD zu Gast bei „Menschen bei Maischberger“, der ersten Ausgabe nach der Sommerpause. Es geht um Europa, Finanzen und Schuldenkrise. Beim letzten Besuch ging es auch um den Tod von Loki Schmidt. Jetzt wird ihn Maischberger auch zu seiner neuen Lebenssituation mit Ruth Loah befragen.

Dabei gibt es für sie eine Richtlinie: "Ich stelle sehr wohl persönliche Fragen. Ich werde aber nie zu privat. Ganz sicher werde ich eine Frage dazu stellen, wie sich seine Lebenssituation verändert hat. Ich denke, dass wir auch ein bisschen darüber reden werden. Zu privat ist er aber nie gewillt zu antworten“, so Maischberger.

Die Moderatorin schätzt Schmidt sehr: „Er gehört zu den unbestrittenen Vorbildern der Deutschen. Das ist für uns ein Privileg, ihn in der Sendung begrüßen zu können. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich jemand seines Jahrgangs immer wieder in aktuelle Themen einarbeitet, wie jetzt in die Finanzkrise, dieses aber auch mit einem Lebenshorizont verbindet, der weiter reicht, als der von den meisten anderen.“

In ihrer Jugend habe sie noch gegen ihn Position bezogen, mittlerweile halte sie ihn aber für einen "außerordentlich intelligenten Kopf, sehr belesen, unglaublich gebildet. Er besitzt eine große rhetorische Kraft und obendrein einen feinen, manchmal sarkastischen Humor“, so sie 45-Jährige.

Talk-Kritik überzogen

Die ARD-interne Kritik an den Talks hält die für überzogen. Manchmal habe es Doppelungen bei Themen und Gästen in den Sendungen am späten Abend gegeben. „Allerdings nicht in dem Maße, wie das jetzt kritisiert worden ist“, sagte sie in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Bei aktuell zwingenden Themen, wie etwa dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff oder der EU-Finanzkrise sei es gar nicht zu verhindern, dass sich Sendungen ähnelten. Der ARD-Programmbeirat sowie verschiedene Rundfunkräte hatten Doppelung und Verschleiß bei Gästen und Themen kritisiert.

Die Anzahl der Talk-Shows sei eine Entscheidung der Intendanten gewesen. „Dass das auch Schwierigkeiten bereiten würde, das war allen Beteiligten klar“, sagte die Fernsehmoderatorin von „Menschen bei Maischberger“, die an diesem Dienstag (22.45 Uhr) aus der Sommerpause zurückkehrt. Eine Diskussionssendung müsse aktuelle Themen aufgreifen und Gäste mit Sachkenntnis, klaren Standpunkten und guter Rhetorik einladen. Da entstehe zwangsläufig eine Konkurrenz, und manchmal komme man an einer Doppelung gar nicht vorbei. „Das ist verschmerzbar“, meinte sie.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel hatte die Kritik zurückgewiesen. Die Gesprächssendungen stellten ein attraktives Programmangebot dar, das in der deutlichen Mehrzahl vom Publikum sehr gut akzeptiert werde. Im Frühjahr hatten die Intendanten beschlossen, Ende des Jahres über das Talkshowschema zu beraten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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