Mit 91 Jahren

Jazz-Legende Dave Brubeck gestorben

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Dave Brubeck (91) ist tot

New York - Vor allem mit ungewöhnlichen Rhythmen wurde der Jazz-Pianist Dave Brubeck zum Star und machte seinen Musikstil salonfähig. Jetzt ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.

Brubeck starb am Mittwoch - einen Tag vor seinem 92. Geburtstag - in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Connecticut an Herzversagen, wie die „Chicago Tribune“ unter Berufung auf den langjährigen Manager des Musikers berichtete. Eigentlich sei er nur für eine Routine-Untersuchung bei seinem Kardiologen dort gewesen.

Der 1920 in Kalifornien geborene Brubeck galt als einer der größten amerikanischen Jazz-Musiker aller Zeiten. Bis ins hohe Alter war er mit verschiedenen Formationen aufgetreten. Er kombinierte Jazz mit musikalischen Einflüssen aus aller Welt und machte die bis dahin hauptsächlich in Untergrund-Bars gespielte Improvisationsmusik salonfähig. Brubeck komponierte auch Orchesterwerke, Kirchenmusik und Soundtracks für das Fernsehen.

Er sei ein Vorbild gewesen - nicht nur wegen seiner Musik, sondern auch wegen seiner Persönlichkeit, teilte der berühmte New Yorker Jazz-Club „Blue Note“ mit. „Er war immer elegant und bekannt für seine unterstützende und Mut machende Art. Außerdem war er auch sehr witzig, freundlich und clever - er hat jeden zum Lächeln gebracht.“

Mit Stücken wie „Take Five“, „In Your Own Sweet Way“ oder „The Duke“, häufig in eigenwilligem Takt komponiert, erlangte der vielfach preisgekrönte Brubeck Weltruhm. Die „New York Times“ nannte ihn in einem Nachruf einen „Jazz-Erneuerer mit einer populären Ader“. „Mein ganzes Leben wollten mich die Menschen immer in eine Schublade stecken“, sagte er einmal in einem Interview. „Aber Schubladen langweilen mich.“

Das „Time“-Magazin widmete Brubeck ein Cover, seine Platten verkauften sich millionenfach, und auch in der berühmten New Yorker Carnegie Hall trat er auf. Im Weißen Haus und an der Berliner Mauer gab Brubeck, der sich selbst einmal als „Komponist, der auch Klavier spielt“ beschrieb, ebenso Konzerte. Zudem war er häufig Gast bei Jazz-Festivals in aller Welt.

Die fünf Söhne und eine Tochter des auf einem Bauernhof aufgewachsenen Pianisten wurden ebenfalls allesamt Musiker. Auf Brubecks Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood lagen am Mittwoch Blumen.

dpa

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