"Schlimmer als Paparazzi"

Kate Winslet schimpft über Fans mit Handy-Kameras

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Kate Winslet bei der Oscarverleihung 2009 in Hollywood.

Berlin - In ihrem neuen Film spielt Kate Winslet die Wegbegleiterin von Apple-Ikone Steve Jobs - im wahren Leben hat sie ein Problem vor allem mit Smartphones.

In dem Film "Steve Jobs" verkörpert Winslet Joanna Hoffman, die langjährige Marketing-Chefin und rechte Hand des Apple-Chefs. Technischen Innovationen steht sie dennoch sehr skeptisch gegenüber: "Leute mit Smartphones sind viel schlimmer als es Paparazzi je waren. Sie können dich jederzeit abschießen, nur eben aus der Tasche geholt: Klick. Und dann schicken sie es sofort überall hin. Das ist eine verabscheuungswürdige, widerliche Invasion", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Viele der digitalen Innovationen seien zwar ein Segen - "allerdings ein Segen, der süchtig machen kann. Und das finde ich gefährlich. Wir müssen uns selbst beobachten, wie viel wir von diesen Dingen annehmen, aufsaugen. Ob wir es zulassen, dass sie unser Leben komplett verändern. Wir müssen ständig aufs Neue lernen, damit umzugehen."

Soziale Netzwerke meidet Winselt nach eigener Aussage: "Kein Facebook! Kein Twitter! Kein Instagram!", sagte sie.

Oscar auf dem Klo hat "irre komische" Folgen

Für ihre Rolle einer ehemaligen KZ-Aufseherin in "Der Vorleser" wurde Kate Winslet ("Titanic") mit einem Oscar ausgezeichnet - ihren Preis bewahrt sie nach eigenen Worten auf der Toilette auf: "Es gibt einen Grund, warum ich ihn gerade dorthin gestellt habe. Die meisten Bekannten, die meine Toilette aufsuchen, nehmen ihn nämlich in die Hand und halten dann vor dem Spiegel eine improvisierte Oscar-Dankesrede. Irre komisch", sagte die 40-jährige Britin der "Welt am Sonntag".

Manchmal lausche sie zu Hause vor der Toiletten-Tür, um zu hören, welche Oscar-Reden die Gäste hielten. Sie könne aber ziemlich gut "allein an diesem euphorisierten Gesichtsausdruck" erkennen, "ob jemand meinen Oscar in die Hand genommen und eine Rede gehalten hat", fügte die 40-Jährige hinzu.

dpa/Afp

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