Finanzieller Ausgleich

Meghan Markle siegt endgültig vor Gericht - auf eine Entschuldigung wartet sie noch immer

Herzogin Meghan in der "Ellen DeGeneres Show".
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Herzogin Meghan siegte vor Gericht. (Symbolfoto)
  • Julia Hanigk
    VonJulia Hanigk
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Im Gerichtsprozess Meghan Markle gegen Associated Newspapers bekam die Herzogin nun final recht, aber keine Entschuldigung.

Montecito - Schon im Februar 2019 veröffentlichte die britische Daily Mail einen Brief von Herzogin Meghan* an ihren Vater Thomas Markle. Das Verhältnis der beiden war zu diesem Zeitpunkt schon mehr als angespannt. Der Vater beschwerte sich öffentlich immer wieder über seine Tochter und Prinz Harry. Herzogin Meghan versuchte, die Beziehung mit einem persönlichen Brief doch noch irgendwie zu retten - und schrieb ihm handschriftlich, sich nicht mehr an die Öffentlichkeit zu wenden.

Anstatt zu helfen, machte das Schriftstück alles aber nur noch schlimmer. Thomas Markle gab den Brief an die Presse weiter, er wurde bei den „Associated Newspapers“ veröffentlicht. Ein Schlag ins Gesicht für Herzogin Meghan, die daraufhin Klage gegen die Zeitung einreichte. Die Zeitung habe Leser manipulieren wollen, indem einige Teile des Briefes bewusst ausgelassen und Worte verändert worden seien.

Gericht urteilt: Herzogin Meghans Brief wurde unrechtmäßig veröffentlicht

Prinz Harry äußerte sich in einem Statement, Meghan sei „Opfer“ einer „rücksichtslose[n] Kampagne“ und „unerbittliche[n] Propaganda“ geworden. Es sei Zeit, „sich diesem Verhalten zu widersetzen, weil es Menschen und Leben zerstört.“ Meghans Anwalt vertrat eine Forderung auf Schadensersatz aufgrund der Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Auch Urheberrechte und Datenschutzgesetz wären verletzt worden. Es folgten Teilsiege, Teilniederlagen, Entschuldigungen* und viel Drama. Nun bekam Meghan Markle final recht. Eigentlich entschied das Gericht schon Anfang des Jahres zu ihren Gunsten. Doch die Angeklagten gingen in Berufung* - diese wurde jetzt abgelehnt. Das Urteil ist damit final.

Meghan Markle: „Finanzieller Ausgleich“ vereinbart - angeblich in dieser Höhe

Die Daily Mail schrieb daher auf ihrer Seite in Bezug auf Markle: „Das Gericht hat festgestellt, dass Associated Newspapers ihr Urheberrecht verletzt hat, indem Auszüge aus ihrem handschriftlichen Brief an ihren Vater in der Mail on Sunday und bei Mail Online veröffentlicht wurden.“ Ein „finanzieller Ausgleich“ sei vereinbart worden.

Die The Sun schätzte die Gerichtskosten von Markle in den letzten zwei Jahren auf gut 1,5 Millionen Pfund, was etwa 1,8 Millionen Euro entspricht. Diese müssen nach der Niederlage von der Medienanstalt übernommen werden. Vorerst wurde die zu zahlende Summe durch das Gericht aber wohl auf 450.000 Pfund (ca. 535.000 Euro) festgelegt. Weitere Zahlungen können folgen.

Auf eine Entschuldigung wird Meghan Markle wohl weiter warten

Auf eine Sache wartet die Herzogin aber noch immer: Vor Gericht forderte die 40-Jährige neben Geld auch eine Entschuldigung. Zwar veröffentlichte die Daily Mail das Urteil auf der Titelseite. Von einer expliziten Entschuldigung sah der Verlag aber ab. (jh) *merkur.de ist Teil von IPPEN.Media

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