Zum Kinostart von Ant-Man

Michael Douglas: "Mir geht es ausgezeichnet"

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Michael Douglas bei der Europapremeiere von "Ant Man" in London.

Los Angeles - Am 23. Juli startet "Ant Man" in den deutschen Kinos. Die tz hat sich mit Schauspieler Michael Douglas getroffen.  

Er ist gut in Komödien und noch besser in Dramen. In Krimis war er Held und Bösewicht. Nur eines fehlte Michael Douglas noch in seiner Karriere: ein Special Effects-Film. Jetzt hat er ihn: In “Ant-Man” spielt er einen Wissenschaftler, der Menschen auf Ameisen-Format schrumpfen kann.

Wie ist es für einen alten Hollywood-Hasen, wenn er mit 70 Neuland betritt? 

Michael Douglas: Ich bin glücklich, dass man mir diese Chance gegeben hat. Ehrlich gesagt war ich neidisch auf meine Freunde Jack Nicholson und Danny DeVito. Der eine war in “Batman” der Joker, der andere der Pinguin. Und niemand hatte je an mich gedacht. 

Eine Rückblick-Szene zeigt sie im Alter von Mitte 30. Wie fühlt sich das an, wenn man sich in alter Frische auf der Leinwand sieht? 

MD: Gespenstisch aber gut. (grinst) Bis einen die Realität trifft. Erstaunlich, was sich heutzutage mit Computer-Technik alles machen lässt. Das einzig “Echte” war die dunkelhaarige Perücke, die ich getragen habe. 

Stand Ihnen gut. 

MD: Ich habe sie schon einmal getragen. In “Reykjavik”, wo ich Ronald Reagan spiele. 

Wie fand Ihre Frau Catherine Ihr Aussehen in dem Film? 

MD: Abgesehen von dem jüngeren Look – schrecklich. Sie hasst den Bart, den ich als ergrauter “Ant-Man”-Schöpfer habe. Ich habe ihn so schnell wie möglich wieder abrasiert. 

Es gab eine Krise in Ihrer Ehe. Man sprach von einer Trennung auf Probe. 

MD: Das stimmte. 

Wie steht es heute? 

MD: Wir haben die Probleme bereinigt und unsere Beziehung ist großartig. Unsere Kinder wussten, was abging und auch bei ihnen ist alles bestens. 

Haben Sie in der schweren Zeit Ratschläge von Ihrem Vater bekommen? Der ist schließlich schon über 60 Jahre lang verheiratet.

MD (lacht). Junge, Junge. Dad hat sich da rausgehalten. 

Haben Sie etwas von Ihren Eltern gelernt? 

MD: Ja. Mach deine Frau glücklich und die Ehe ist glücklich. 

Ihr Vater und Sie haben Frauen mit anderer Religion geheiratet. Was ist wichtiger: Glaube oder Liebe? 

MD: Glaube ist eine persönliche Wahl. Liebe ist Voraussetzung für eine Ehe. 

Wie stehen Sie zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, Homo-Ehe in Amerika zu legalisieren? 

MD: Bravo, bravo! Es überrascht mich, wie schnell die amerikanische Öffentlichkeit ihre Meinung geändert hat. 

“Ant-Man” hat eine dunkle Vergangenheit. Er kommt aus dem Gefängnis und muss sich rehabilitieren. Etwas, was noch vor Ihrem Sohn Cameron liegt. 

MD: Ich versuche, ihn aus dem Gefängnis zu bekommen. Er hat schon viel länger gesessen als jeder andere, der eine gewaltlose Drogen-Tat begangen hat. Er ist süchtig, keine Frage. Aber es hat bis zu diesem Jahr gedauert bis er Hilfe bekommen hat. 

Ihr Vater Kirk verkörperte für eine ganze Kino-Generation den Hollywood-Helden. Wer war Ihr Lieblingsheld als Kind? 

MD: Ich habe mir zwar “Superman” angeschaut, aber ich war nicht so scharf auf Comics. Mein Held war – hoffentlich liest das mein Dad nicht – Burt Lancaster. Und Steve McQueen, den fand ich sehr cool. 

Ihre Welt-Karriere begann mit der Krimiserie “Die Straßen von San Francisco”. Heutzutage treten viele Filmstars in Fernsehproduktionen auf. Haben Sie schon einmal an ein TV-Comeback gedacht?

MD: Ja. Aber ich erinnere mich noch zu gut daran, wie wir damals geschuftet haben. Sechs Drehtage die Woche, 26 Folgen im Jahr. Das möchte ich mir nicht unbedingt noch einmal antun. Aber eine Miniserie mit sieben Folgen – vielleicht. 

Wie geht es Ihnen gesundheitlich? Es ist fünf Jahre her, dass Sie in Krebsbehandlung waren. 

MD: Mir geht es ausgezeichnet. Nach fünf Jahren gilt man als geheilt.

Müssen Sie noch Medikamente nehmen? 

MD: Nein, aber ich habe begonnen, mich gluten-frei zu ernähren. Ich habe eine Menge Gewicht verloren und an Energie gewonnen.

Interview: Dierk Sindermann

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