US-Moderatoren-Legende unter Verdacht

Nahm auch Larry King ukrainisches Schwarzgeld?

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Larry King.

New York - Nach den Enthüllungen über Donald Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager wegen dubioser Zahlungen aus der Ukraine sind gegen den Talkshow-Moderator Larry King ähnliche Vorwürfe laut geworden. 

"Larry King war einer der Leute, die Geld vom Schwarzkonto der Partei der Regionen bekommen haben", sagte der ukrainische Abgeordnete Sergej Leschtschenko am Freitag mit Blick auf die prorussische Partei des früheren ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch.

Leschtschenko gehört der pro-westlichen Regierungsmehrheit in Kiew an. Früher arbeitete er für die renommierte investigative Internetzeitung "Ukrainska Prawda" und erwarb sich damit Ansehen. Larry King hatte im US-Sender CNN jahrelang seine eigene Sendung, bevor er dort Ende 2010 aufhörte. Danach startete der US-Moderator mit Unterstützung des Kreml-freundlichen englischsprachigen Senders Russia Today eine neue Sendung. 

Die Chefredakteurin von "Ukrainska Prawda", Sewgil Musajewa-Borowik, sagte, King habe mutmaßlich 225.000 Dollar (199.000 Euro) dafür erhalten, dass er 2012 ein Interview mit dem ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidenten Mikola Asarow geführt habe. Asarow war ein Gefolgsmann von Janukowitsch und lebt mittlerweile im Exil in Russland. King war für eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen zunächst nicht zu erreichen.

Manafort war in den vergangenen Tagen ins Zwielicht geraten, nachdem die "New York Times" berichtet hatte, dass er für seine jahrelange Arbeit für Janukowitsch möglicherweise Millionenbeträge kassiert habe. Zwar wies Manafort den Schwarzgeld-Verdacht als "töricht" zurück, doch trat er am Freitag als Wahlkampfmanager des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Trump zurück.

Die ukrainische Anti-Korruptions-Behörde veröffentlichte Abrechnungsbögen, auf denen Manafort als Empfänger von umgerechnet 11,35 Millionen Euro genannt wird. Die ukrainischen Behörden räumten zugleich ein, damit stehe noch nicht fest, dass das Geld tatsächlich an ihn geflossen sei.

afp

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