Regisseur greift Medien an

Polanski: Bedauern für sein Missbrauchsopfer

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Roman Polanski

Warschau - Regisseur Roman Polanski hat 36 Jahre nach dem sexuellen Missbrauch einer jungen Jugendlichen zum ersten Mal in einem Interview sein Opfer bedauert.

"Ich kann nur sagen, dass es mir aufrichtig leid tut, was ihr in all diesen Jahren widerfahren ist," sagte Polanski der am Sonntag erschienenen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Sein Bedauern bezog Polanski aber nicht auf den Missbrauch von Samantha Geimer, sondern darauf, wie diese nach der Tat durch die Medien "geschleift" worden sei. "Ich habe immer versucht, ihren Namen da rauszuhalten."

Der inzwischen 80-jährige Polanski hatte 1977 die damals 13-jährige Geimer im Haus des Schauspielers Jack Nicholson in Los Angeles sexuell missbraucht. Wegen der Tat war Polanski 2009 in Zürich erneut verhaftet worden. Er saß zwei Monate im Gefängnis und stand weitere sieben Monate unter Hausarrest, bis die Schweiz das Auslieferungsgesuch der US-Justiz abgelehnt hatte.

"Wie kommt man darauf - nachdem ich 1977 für diese Tat schon ins Gefängnis kam, nachdem ich danach über 30 Jahre als freier Mann gelebt habe -, mich wieder zu verhaften?", fragte Polanski. Samantha Geimer hatte im September zum Erscheinen ihrer Autobiografie bekräftigt, dass sie Polanski längst verziehen habe. 2009 hatte sich der Regisseur in einem Brief an Geimer für die Tat entschuldigt.

dpa

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