Resozialisierung als Begründung

Pussy-Riot-Mitglied wird nach Sibirien verlegt

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Nadeschda Tolokonnikowa wird nach Sibirien verlegt

Moskau - Die inhaftierte Pussy-Riot-Musikerin Nadeschda Tolokonnikowa wird in ein Straflager nach Sibirien verlegt. Seit dem 18. Oktober galt die 23-Jährige als vermisst.

Die Gefängnisverwaltung habe entschieden, die 24-Jährige in einem Lager in der Region Krasnojarsk unterzubringen, erklärte der russische Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin am Dienstag. Die Entscheidung sei Ende Oktober getroffen worden, weil Tolokonnikowa aus der Region stamme und eine Unterbringung dort "zu ihrer Resozialisierung beiträgt". Der Ehemann und die kleine Tochter der Musikerin leben allerdings mehr als 3000 Kilometer von Krasnojarsk entfernt in Moskau.

Tolokonnikowa hatte ihre Verlegung in eine andere Haftanstalt beantragt, nachdem sie im vorherigen Straflager eigenen Angaben zufolge Morddrohungen erhalten hatte. Die Musikerin war im August 2012 in einem international kritisierten Prozess mit ihren Bandkolleginnen Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch wegen "Rowdytums" und "Anstachelung zu religiösem Hass" zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Sie hatten im Februar 2012 in einer Moskauer Kathedrale ein "Punkgebet" gegen den heutigen Präsidenten Wladimir Putin aufgeführt. Samuzewitsch wurde später auf Bewährung freigelassen.

Mit Mahnwachen in Moskau hatten vor Kurzem Unterstützer der kremlkritischen Punkband Auskunft verlangt.

AFP

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