Für eine Million würde er ins Dschungelcamp

Semmelrogge klagt über mickrige Gagen beim Film

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Martin Semmelrogge.

Berlin - Schauspieler-Veteran Martin Semmelrogge (60, „Das Boot“) ärgert sich über mickrige Gagen für seinen Berufsstand.

„Bezahlung ist ein großes Thema, es wird überall beim Film gespart. Da wollen dich viele Produzenten echt mit mickrigen Gagen abspeisen. Und wenn man ehrlich ist, dann ist der Tatort eigentlich das Einzige, wo's noch funktioniert“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Es gebe nun einmal „irrsinnig viele Schauspieler“ - „und dann noch diese Laiendarsteller in den Scripted-realitiy-Schrott-Formaten, die uns allen die Jobs wegnehmen.“ Als Schauspieler werde man ohnehin mit lächerlichen Rollen gedemütigt. „Und dann kommt jemand daher, der nix kann, und spielt die Rolle für die Hälfte. Da biste manchmal schon ziemlich verzweifelt.“ In seinem Beruf müsse man schon Lebenskünstler sein. Für sich selbst wünscht er sich eine Krimi-Rolle: „Ein Ermittler wäre toll, so ein Columbo-Typ, gerne bisschen schräg.“

Semmelrogge ist vom 27. August an bei Tele5 in „Dit is Fußball“ zu sehen, eine Serie über einen Club kurz vor der Pleite.

Er lebe inzwischen sehr gesund, berichtete Semmelrogge: „Ich hab seit 2008 nicht einen Tropfen Alkohol getrunken. Ich hab mir gesagt, ich will's jetzt noch mal wissen. Das ist mein Leben, hier am Set, das ist meine Heimat.“

Seine Dschungelcamp-Schmerzgrenze? „Für eine Million würd ich's machen. Dann dusch ich auch nackt. Danach kann man als Schauspieler seine Karriere ohnehin vergessen. Die Gage müsste den sofortigen Ruhestand sichern.“

dpa

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