Team saß schon zwei Tage fest

Wetterprobleme vor Prinz Harrys Antarktis-Tour

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Der britische Prinz Harry wird auf der Antarktis-Expedition für einen guten Zweck rund 18 Tage lang unterwegs sein.

London - Prinz Harry sucht das Abenteuer: Mit drei Teams von Kriegsversehrten will er zu Fuß und auf Skiern zum Südpol. Sein größter Feind ist schon da: Extrem schlechtes Wetter.

Für Prinz Harry, Nummer vier der britischen Thronfolge, ist es bei seinem „Kommando Südpol“ ernst geworden. An der Seite kriegsversehrter Veteranen traf der Enkel von Queen Elizabeth II. am Samstag auf einer Basis in der Antarktis, etwa am 70. Breitengrad ein, teilte die Organisation Walking With The Wounded mit. Die Expeditionsteilnehmer, darunter auch mehrere Frauen, unternahmen umgehend Akklimatisierungsmärsche bei Temperaturen um minus zehn Grad Celsius.

Nach Angaben von Prinz Harry macht das Wetter Sorgen. Ein arktischer Sturm hatte die Teilnehmer bereits zwei Tage länger als geplant im sommerlich-warmen Kapstadt festgehalten, ehe die Landeerlaubnis für die Antarktis möglich war. „Die Wettervorhersage war ganz gut, aber es wird schlechter. Wir müssen das Beste draus machen“, sagte Harry bei seiner Ankunft im ewigen Eis. Die Teams wollten am Montag zum 87. Breitengrad weiterfliegen und sich dort weiter akklimatisieren.

Harry startet mit den drei Siebener-Teams zu einem 335 Kilometer Wettlauf zum geografischen Südpol. Am 30. November soll es am 87. Breitengrad offiziell losgehen. Die Wettstreiter werden die meisten Zeit auf Skiern unterwegs seien und Schlitten mit einer bis zu 70 Kilogramm schweren Ausrüstung hinter sich herziehen.

Die Teilnehmer: Schwer versehrte Kriegsveteranen

Die meisten der Teilnehmer sind in kriegerischen Auseinandersetzungen schwer verwundet worden und für ihr Leben gezeichnet. Einem Ex-Soldaten fehlen beide Beine, vielen wurde ein Arm amputiert, ein anderer ist erblindet. Die Aktion soll Geld für die Veteranen-Organisation einbringen und Soldaten und auch Hinterbliebenen bei der Bewältigung ihrer Schicksale helfen. Bei dem Wettlauf zum Südpol treten drei Teams gegeneinander an - eines aus Ex-Soldaten der britischen Armee, eines aus ehemaligen US-Soldaten bestehend und ein kanadisch-australisches Team, das als Commonwealth-Mannschaft antritt.

Prinz Harry (29) hatte die Organisation bereits bei ihrem Nordpol-Abenteuer vor zwei Jahren unterstützt, war damals jedoch nur ein Teilstück mitgelaufen. In der Antarktis erwarten ihn und seine Mitstreiter Temperaturen von bis zu 45 Grad unter dem Gefrierpunkt.

dpa

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