Twitter-Protest gegen US-Waffengesetze

Yoko Ono schockt mit Lennons Blut-Brille

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John Lennons blutverschmierte Brille vor der Silhoutte des Central Park in New York: So setzte seine Witwe Yoko Ono ein Zeichen gegen Waffengewalt in den USA.

New York - Vor 33 Jahren wurde der Ex-Beatle John Lennon erschossen. Seine Witwe Yoko Ono schockte jetzt bei Twitter mit dem Foto seiner blutverschmierten Brille.

Es ist ein trauriger Tag für Yoko Ono, denn heute hätte sie ihren 44. Hochzeitstag mit John Lennon gefeiert. Hätte. Denn1980 erschoss Mark Chapman ihren Mann, den legendären Ex-Beatle, in New York auf offener Straße. Die 79-Jährige nahm dieses Jubiläum als Anlass, um auf drastische Art und Weise für eine Änderung der amerikanischem Waffengesetze zu demonstrieren: Auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte sie ein Foto von Lennons blutverschmierter Brille.

Dazu schrieb sie: "Über 1.057.000 Menschen sind durch Waffen gestorben, seit John Lennon am 8. Dezember 1980 erschossen wurde." Wenig später lud sie das gleiche Bild noch ein paar Mal hoch und schrieb: "31.537 Menschen sterben jedes Jahr in den USA durch Waffen. Dieses wunderbare Land wird durch uns zu einem Kriegsgebiet." In einem zweiten Text rief sie auf: "Lasst uns zusammen Amerika, das grüne Land des Friendens, zurückbringen." 

Nach 33 Jahren vermisse sie und ihr Sohn Sean ihn immer noch, schrieb Ono und fügte hinzu: "Der Tod eines geliebten Menschen ist eine Erfahrung, die einen innerlich aushöhlt."

Chapman nach wie vor in Haft

Lennons Brille liegt auf dem Bild auf einem Fensterbrett. Im Hintergrund zeichnet sich die Silhouette des Central Park ab, in dessen Nähe das tödliche Attentat stattgefunden hatte. Chapman war ein Fan Lennons gewesen, bis seine Bewunderung für den Musiker in Hass umgeschlug. Nach dem tödlichen Attentat ließ er sich widerstandslos festnehmen. Er wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt, Ärzte diagnostizierten eine Psychose. Jedes seiner Gesuche, in die Freiheit entlassen zu werden, wurde bisher abgelehnt. 

Das berühmte Paar hatte sich schon zu Lennons Lebzeiten in zahllosen Aktionen für den Frieden auf der Welt eingesetzt, so auch auf seinen Flitterwochen 1969 in Amsterdam, wo sie ein "bed-in" veranstalteten, das eine ganze Woche andauerte. Das kontroverse Motiv mit der blutverschmierten Brille Lennons hatte die japanische Künstlerin bereits auf ihrem Album "Season of Glass" benutzt, das sechs Monate nach dem Tod des Liverpoolers erschien.

 hn

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