Trachten-Experte Benedikt Daller im Interview

Trachtentrends und Tipps für’s TrachtenMadl

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„Soll das Dirndl glitzern und die Bluse schulterfrei sein?“ - „Ist kurz oder lang gerade angesagt?“ „Wohin geht der Trend?“ - „Welche Schuhe trage ich zum Dirndl?“

Trachten-Experte und Geschäftsführer Benedikt Daller.

Trachtenmode ist ein weites Feld und wie in der Welt der Mode gibt es auch hier klare Trends. Einer, der die neuesten Looks bestens kennt, ist Benedikt Daller, der Geschäftsführer von Daller Tracht. Mit fünf großen Trachtenläden in Oderding, Weilheim, Landsberg, München, Kaufbeuren und einem Outlet in Waakrichen, also insgesamt über 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche in Oberbayern ist sein Fachwissen in Sachen Trachtentrends unschlagbar. Grund genug, ihn um sein Expertenwissen zu bitten und damit unseren Bewerberinnen für das „Kreisbote TrachtenMadl 2017“ ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben.

Herr Daller, Sie besuchen alle wichtigen Modemessen für Tracht, welches sind denn die Trends für den Sommer 2017?

Benedikt Daller : Gerade für die kommende Saison gibt es einige Neuheiten und zwar für Sie wie für Ihn. Ganz allgemein beschrieben, wird die Trachtenmode selbstverständlicher und hält Einzug in alltägliche Stylings. Das heißt, Tracht ist nicht mehr nur Eventkleidung, sondern modisch aussagekräftiger Bestandteil von Freizeit-Looks. Denn der Spaß an Trachtenmode hat sich zu einem regelrechten Lebensgefühl gemausert. Die neue, zeitgemäße, bayerische Mode lässt sich überall finden: als Krimi im Bücherregal, als ‚Soiz‘- & ‚Pfeffa‘-Streuer auf dem Brotzeittisch, als Schwimm-Breze und Schwimm-Weißwurst beim Baden, als groovige ‚Volxmusik‘ im Radio, als Maßkrug-ähnliche Nuckelflasche im Kinderwagen und, und, und.

Können Sie unseren TrachtenMadln ein paar Beispiele für modische Neuerungen nennen?

Benedikt Daller: Die Zeit von knalligen Farben und glitzernden Dekors ist vorbei. Der klassische und authentische Look ist jetzt aktuell und zwar sowohl bei den traditionellen Waschdirndln aus gemusterter Baumwolle, wie den festlichen Dirndln aus schimmernden Jacquard-Stoffen. Die Trendfarben sind viel dezenter als in den vergangenen Saisons. Es gibt beispielsweise kein Pink, Apfelgrün oder Türkis mehr, sondern dafür Champagner, Kupfer, Creme, Grau, Lachs oder Klassiker wie strahlende Blautöne, warmes Brombeerrot oder zartes Altrosa. Außerdem sind die auffallend glitzernden Elemente wie Straßsteine, Pailletten oder opulenter, silber- oder goldfarbener Spitzenbesatz verschwunden. Viele topmodische Dirndl haben einen Stehkragen und schmalen V-Ausschnitt und Dirndl mit tieferen Ausschnitten werden jetzt gerne mit hochgeschlossenen Blusen getragen. 

Heißt das, dass die Tracht elegant geworden ist? 

Benedikt Daller : Für die festlichen Dirndl stimmt das unbedingt. Es geht um edle Looks, nicht mehr um Party-Queen-Outfits. Und auch die Baumwoll-Dirndl sind erwachsener geworden, das macht sich vor allem auch bei der Länge deutlich: Mini-Dirndl wurden von den Midi-Dirndln mit 60cm Rocklänge abgelöst. Ganz wichtig ist in diesem Sommer ein stimmiges Gesamtbild. Dirndl, Jacke, Schuhe, Schmuck, Tasche – alles sollte zusammenpassen. Gerade Jacken und Schuhe verändern den Look zum Positiven. Während man in den letzten Jahren Ballerinas immer noch als einen guten Schuh zum Dirndl angesehen hat, geht der Trend jetzt zum wirklichen Trachten-Pumps. Das muss kein Stiletto sein, aber ein kleiner Absatz unterstreicht die feminine Aussage. Und in Sachen Jacken, holen die Damen die Herren ein und tauschen die klassische, gestrickte Dirndljacke mit einem figurbetonten Trachten-Blazer. Den kann man dann mit einem legeren T-Shirt auch mal zur Jeans tragen und damit ein wirkliches Fashion-Statement für die Tracht abgeben. 

Und bei Herren, wie sieht es denn da aus? 

Benedikt Daller : Männer beweisen Trendgespür mit kurzen (kniefreien) Lederhosen und handgestrickten Wadl-Strümpfen. Auch für sie gilt übrigens: krachig bunte Karohemden sind passé, T-Shirts mit Trachten-Prints oder dezent gemusterte Hemden in sanfteren Farben sind die perfekten Oberteile. Wer sich für ein Hemd entscheidet, sollte allerdings wissen, dass ohne Weste nichts mehr geht. Man(n) braucht ein sogenanntes „Gilet“, das aus Samt (festlich), Woll-Flanell (traditionell) oder Leinen (hip) sein kann. Besonders smart wird der Look mit einem passenden Leinen-Jackett, das anders als der klassische Janker figurnah geschnitten ist. Wer es deutlich legerer mag, für den sind die neuen Trachten-Hoodies das Richtige. Die aktuelle Trachtenmode bietet alle Möglichkeiten für einen wirklich entspannten Look. 

Vielen Dank für so viel Know-How aus der Trachtenwelt.

Kreisbote TrachtenMadl 2017

Daller Tracht ist Partner des Kreisbote TrachtenMadl 2017. Bei der diesjährigen heimatlichen Miss-Wahl haben sich insgesamt 559 fesche Madln beworben. Das große Online-Voting, in dem die Leserinnen und Leser über die 12 Finalistinnen entscheiden, findet vom 14.06.2017 bis 02.07.2017 statt. Alle Infos und Bilder zur Aktion gibt es auf www.kreisbote.de/trachtenmadl.

Jeannine ist das Kreisbote TrachtenMadl 2017

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Einladung zum großen Finale des Kreisbote TrachtenMadl 2017

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