Ins Herz der Trachtenmode

Zurück zum Ursprung oder auf in die Zukunft, die Tracht im Wandel

„Heutzutage ist Tracht entweder eine ernsthafte, museumsreife Angelegenheit oder aber Mode“, weiß Benedikt Daller aus eigener Erfahrung.

Heimatverbundenheit ist wieder angesagt und zwar in jeder Variante: als Trachtenvereinstreiben ebenso wie als Hipsta-Gaudi. 

Was vor 20 Jahren noch undenkbar war und nur Spott eingebracht hätte, nämlich in „Tracht“ zur Schule zu gehen, wird heute im Klassenverband geplant. Auch ein Festzeltbesuch oder die Grillparty am Ammer-, Isar-, Loisach- oder Lechstrand ist ohne passendes Outfit nur der halbe Spass. Nur, warum? 

Eine mögliche Antwort auf die Frage, wieso der Trachten-Trend gerade jetzt in schönster Blüte steht, ist, so Benedikt Daller, Geschäftsführer von Daller Tracht, „unsere globalisierte Welt, die zwar viele Vernetzungen überhaupt erst ermöglicht, aber auch Fragen nach der eigenen Identität aufwirft.“ Sprich, es könnte eine Reaktion sein, eine Rückbesinnung auf heimatliche Eigenheiten. Ein Hauch Nostalgie und die echte Freude an der Individualität kommen sicher auch hinzu und lassen das Herz vor allem der jungen Generation für die Tracht schlagen. Natürlich nicht ganz so, wie sie früher einmal war, sondern neu interpretiert; beispielsweise verziert mit indischer Pailletten-Stickerei, chinesischem Pfingstrosen-Muster oder in Kombination mit Baseball-Caps im Edelweiß-Dekor. 

Möglicherweise ist dieser Trend aber auch eine pfiffige Übertragung des von Franz Josef Strauß 1978 geprägten Credos, "konservativ heißt nicht nach hinten blicken, konservativ heißt an der Spitze des Fortschritts marschieren." Also einer, wenn man so möchte ‚urbayerischen Überzeugung‘, sich dem Neuen gegenüber nicht zu verschließen, sondern es zu integrieren und quasi als Wachstumsbeschleuniger für eine florierende Eigen-Art nutzen. Eine Idee, die auch schon unser umsichtiger Landesvater König Ludwig I. walten ließ und damit nach 1806 Bayern innerhalb der uns bekannten Grenzen, sprich mit den neuen Gebieten Schwaben, Franken und Pfalz, einte. Er war es übrigens auch, der die Tracht als politisches Instrument entdeckte und sie zur „Hebung des bayerischen Nationalgefühls“ förderte. 

Doch schon damals stellte sich die Frage was denn die echte, jeweils regionale Tracht überhaupt sei. Denn „ganz sicher ist“, so der Trachtenfachmann Benedikt Daller, „dass volkstümliche Kleidung zu keiner Zeit uniform war, sondern immer extrem vielfältig, geprägt von Verfügbarkeit, Auskommen, Stand und Beruf.“ Auch Ludwigs Sohn, König Max II., der sich nach der Revolution von 1848 gegen die Idee eines Nationalstaates stemmte und Bayern weiterhin unabhängig regieren wollte, setzte auf die Eigenheiten seines Volkes und förderte das Trachtenwesen, ebenso wie die bayerischen Dialekte und die Heimatdichtung. Außerdem, und dafür können ihm Scharen von Politikern heute noch dankbar sein, machte er durch sein Vorbild den Trachtenjanker hoffähig. Der ‚Kini‘ als echter Trendsetter, dem man letztlich sogar das Copyright für alle Formen des in der Politik so beliebten Trachten-Sakkos unterschieben könnte. 

„Heutzutage ist Tracht entweder eine ernsthafte, museumsreife Angelegenheit oder aber Mode“, weiß Benedikt Daller aus eigener Erfahrung. „Denn um Trachten herzustellen, die an originale Mieder oder Lederhosen aus dem 19. Jahrhundert heranreichen, bräuchte es viel Zeit und noch mehr kunsthandwerkliche Einzelanfertigung. Das rechnet sich natürlich nicht für die meisten Menschen mit Freude am bayrischen Gwand. Für Sie geht es um ideenreiche Designs, echten Tragekomfort und eine attraktive Preisgestaltung, so dass der Spass an der Heimat mit der Kleidung beginnen kann.“ Ganz in diesem Sinn geht Benedikt Daller auch in seinem Unternehmen vor: „Ob TrachtenMadl oder Bua, Groß oder Klein, eher traditionsbewusst oder modisch, bei uns wird fündig, wer nach zünftiger Tracht zu vernünftigen Preisen sucht.“ Ein kurzer Weg in die nächste Filiale von Daller Tracht, in Landsberg (Münchner Straße 34), Weilheim (Marienplatz 8) Kaufbeuren (Augsburger Straße 25), Waakirchen (Rathausstraße 5), München (Schleißheimer Straße 6 – 10) oder dem im März neu eröffneten großen Lagerverkauf in Oderding (Ziegeleiweg 4, direkt an der Staatsstraße zwischen Weilheim und Peißenberg) führt also direkt ins Herz der Trachtenmode.

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*Kraftstoffverbrauch in l/100 km innerorts: 6,9; außerorts: 4,6; kombiniert: 5,5; CO2-Emissionen kombiniert: 124 g/km. Energieeffizienzklasse: C. Fahrzeug ausgestattet mit Schaltgetriebe. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen‘ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern (www.dat.de/co2) unentgeltlich erhältlich ist. Die offiziellen Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EU) 715/2007 in der jeweils geltenden Fassung ermittelt. Bei diesem Fahrzeug können für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den CO2-Ausstoß abstellen, andere als die hier angegebenen Werte gelten.