Versicherung muss Rekordsumme zahlen

Millionen-Entschädigung für querschnittsgelähmtes Mädchen

Marseille - Knapp 12,5 Millionen Euro Entschädigung sind in Frankreich einer Jugendlichen zugesprochen worden, die als Baby bei einem Autounfall schwer verletzt wurde und seitdem querschnittsgelähmt ist.

Es handle sich um eine "Rekord"-Entschädigung in Frankreich in einem solchen Fall, sagte der Anwalt der heute 17-Jährigen am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Ein Gericht im südfranzösischen Marseille verurteilte ein Versicherungsunternehmen demnach zur sofortigen Zahlung von 4,5 Millionen Euro und einer Rente, die sich auf 7,9 Millionen Euro summiert.

Das Mädchen war mit nur 14 Monaten bei einem Autounfall in Südfrankreich schwer verletzt worden. Der Wagen ihrer Eltern prallte damals mit voller Wucht gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Dass die Entschädigungssumme erst jetzt festgelegt wurde, liegt nach Angaben des Anwalts der Jugendlichen unter anderem daran, dass erst die längerfristigen gesundheitlichen Folgen der schweren Verletzungen abgeschätzt werden mussten. Das Versicherungsunternehmen kann noch Berufung gegen das Urteil einlegen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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