20-Jähriger stirbt wegen Radikaldiät

USA - Ein junger Mann hat sich für seinen Traumberuf einer Radikaldiät unterzogen. Dabei nahm er in vier Monaten 28 Kilo ab - und hungerte sich zu Tode. Andere Berufsanwerber hatten ihm fragwürdige Tipps gegeben.

Weil er unbedingt in die Streitkräfte aufgenommen werden wollte, hat sich ein junger Mann im US-Staat Ohio offenbar zu Tode gehungert. Der 20-Jährige verlor in knapp vier Monaten 28 Kilo und starb nach Angaben der Gerichtsmedizin an Herzrhythmusstörungen wegen eines gestörten Elektrolythaushalts. Seine Mutter erklärte, Anwerber hätten ihm Tipps gegeben, wie er abnehmen könne. Dazu habe unter anderem gehört, sich zu übergeben.

Der 20-Jährige wog seiner Mutter zufolge zunächst 127 Kilo. Als er im vergangenen Dezember Anwerber für die Truppen kontaktierte, hatte er bereits neun Kilogramm abgenommen und begann damit, ernsthaft Diät zu halten. Bei seinem Tod Anfang März wog er 89,3 Kilo - gut drei mehr als er erreichen wollte.

Die Mutter des Mannes erklärte, sie mache niemandem persönlich einen Vorwurf. Die Vorgaben der Streitkräfte zum Körpergewicht seien aber nicht in Ordnung, und sie wolle das Thema zur Sprache bringen, um künftige Rekruten zu schützen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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