Klimawandel schuld?

2013 war das Jahr der Wetterextreme

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Anfang Juni überflutete Hochwasser mehrere Orte in Deutschland - so etwa Kolbermoor bei Rosenheim.

Offenbach - Hochwasser, Hitzewellen und Orkane: Unwetter gab es 2013 reichlich. Rund 30.000 Mal warnte der Wetterdienst. Aber Rekorde wurden nicht gebrochen.

Schnee und Eis bis weit in den April, wochenlanges Hochwasser im Süden und Osten, Hitzewellen, Riesenhagel und schließlich zwei Orkane im Herbst - in der Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für 2013 tauchen alle denkbaren Unwetter auf. „Besonders auffällig sind die Extreme in alle Richtungen“, sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche am Dienstag. Rund 30 000 Mal habe der DWD vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt, etwa ebenso oft wie im Jahr zuvor. Rekorde habe es nicht gegeben.

Ob die Häufung der Extreme dem Klimawandel geschuldet ist, lässt sich nach Angaben der Meteorologen mit dem Wetter eines einzigen Jahres nicht beweisen: „Trotz der Ballung von Wetterextremen im zurückliegenden Jahr gilt nach wie vor: Das kann in unserem mitteleuropäischen Klima in einzelnen Jahren immer wieder mal vorkommen und ist deshalb kein Beleg für oder gegen den Klimawandel.“

Das Jahr hatte mit einem überlangen Winter begonnen, der bis ins Frühjahr dem Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft erhebliche Probleme brachte. Hunderte Flüge fielen wegen Schneefalls und Eisregens aus, Autofahrer kamen ins Schlittern, Züge fuhren nicht, Schulkinder hatten schnee- und eisfrei. Dann kam der große Regen. Im Süden und Osten traten Flüsse über die Ufer, entlang der Elbe erlebten die Menschen nach 2002 das zweite verheerende Hochwasser.

Im Sommer folgten drei Hitzewellen, die jeweils von heftigen Gewittern mit teils tennisballgroßen Hagelkörnern beendet wurden. Die Temperaturen stiegen auf fast 40 Grad in zeitweise unerträglicher Schwüle, aber der Deutschland-Rekord von 40,2 Grad, gemessen 1983 und 2003, wurde nicht geknackt.

Im Herbst hielten zwei Orkane Norddeutschland in Atem. „Christian“ Ende Oktober und „Xaver“ Anfang Dezember seien zwar heftig und gefährlich gewesen, aber nicht so stark wie „Lothar“ (Weihnachten 1999), „Emma“ (Februar 2008) oder „Kyrill“ (Januar 2007).

dpa

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