500.000 Euro veruntreut: Ex-Oberkirchenrat vor Gericht

Frankfurt am Main - Er soll eine halbe Million Euro abgezweigt haben. Wegen Untreue ist jetzt ein Ex-Oberkirchenrat angeklagt. Der ehemalige Mitarbeiter der Evangelischen Landeskirche ging gewerbsmäßig vor.

Ein ehemaliger leitender Mitarbeiter des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt soll etwa 500.000 Euro abgezweigt haben. Jetzt ist gegen den Ex-Oberkirchenrat Anklage wegen gewerbsmäßiger Untreue in 45 Fällen erhoben worden. Das sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Doris Möller-Scheu, am Freitag.

Nach Darstellung der Ermittler fingierte der 46-Jährige Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter und leitete sie auf sein Konto. Er habe die Vorwürfe eingeräumt, sagte Möller-Scheu. Nach ihrer Einschätzung könnte der Prozess im März beginnen. Das Landgericht muss noch über die Eröffnung entscheiden.

Die Überweisungen, die ersten Erkenntnissen zufolge im Jahr 2006 begannen, fielen auf, als der Mann im Urlaub war und sich eine vermeintlich Begünstigte beim Verband meldete. Der Verband erstattete zunächst Anzeige gegen unbekannt. Als sich die Ermittlungen auf den Personalleiter konzentrierten, kündigte der Mann.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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