68-jährige aus Deutschland zerstückelt: Lebenslange Haft

Paris - Weil er eine deutsche Rentnerin bei lebendigem Leibe zerstückelt hat, ist ein französischer Bauer zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ein Gericht in Südwestfrankreich verurteilte den 58-jährigen am Freitagabend für das brutale Verbrechen, das sich bereits vor zwei Jahren ereignet hatte. Der Bauer bestreitet allerdings die Tat und kündigte über seine Anwälte Berufung gegen das Urteil an. Das Schwurgericht in der Dordogne zeigte sich jedoch überzeugt, dass der bisher unbescholtene zweifache Familienvater die aus der Nähe von Köln stammende 68-Jährige grausam in der Scheune seiner Mutter getötet hatte.

Die Deutsche lebte mit ihrem Mann in einem Nachbardorf und kannte den Täter kaum. Der frühere stellvertretende Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Verdon hatte sich bereits bei seiner ersten Vernehmung in Widersprüche verwickelt. Nach seinen Hinweisen waren die verstümmelten Leichenteile der Frau zwei Tage nach ihrem Verschwinden am 10. September 2009 inmitten eines Maisfeldes entdeckt worden. Vor Gericht hatte der Mann betont, die Leichenteile in der Scheune entdeckt und dann in einem wenige Kilometer entfernten Maisfeld versteckt zu haben. Er habe die Deutsche aber nicht getötet.

Der Verurteilte hatte während des Prozesses die Zuhörer schockiert, weil er auf Bilder von der verstümmelten Leiche mit Lachen reagiert hatte. Gerichtsmediziner hatten eindeutig festgestellt, dass die Frau nicht tot war, als sie zerstückelt wurde.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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