9/11: Zivilprozess in New York

New York - Im Juni beginnt der erste und vermutlich einzige Zivilprozess wegen widerrechtlicher Tötung im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Angeklagt: die Fluggesellschaft.

Die Angehörigen von Mark Bavis, der an Bord der entführten United-Airlines-Maschine ums Leben kam, haben die Fluggesellschaft und mehrere weitere Unternehmen wegen Sicherheitsmängeln verklagt, die letztlich zu den Anschlägen geführt hätten. Bezirksrichter Alvin Hellerstein setzte am Mittwoch den 13. Juni als ersten Prozesstag fest. Er gehe davon aus, dass es lediglich ein einziges Verfahren gebe, sagte Hellerstein. Anwalt Donald Migliori erklärte, die Angehörigen hätten die Unterstützung vieler anderer Familien, die insgesamt 95 Klagen im Namen von 96 Opfern eingereicht hatten.

Bilder vom 11. September 2001

Bilder vom 11. September 2001

Bis auf die der Bavis' wurde bei allen eine Einigung erzielt. Fast alle Angehörigen der Todesopfer an Bord der 9/11-Flugzeuge, die ins World Trade Center oder das Pentagon stürzten, haben sich für Zahlungen aus einem vom Kongress eingerichteten Entschädigungsfonds entschieden. Daraus wurden mehr als sieben Milliarden Dollar an mehr als 5.000 Überlebende verteilt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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