Ärger über 18.000-Euro-Zaun gegen Obdachlose

Hamburg - Mit einem massiven Stahlzaun vor einer Brücke in der Nähe der bei Hamburg-Touristen beliebten Landungsbrücken hat das Bezirksamt Mitte Obdachlose gegen sich aufgebracht.

Der gut 18 000 Euro teure Zaun soll verhindern, dass Wohnungslose dort übernachten. Die Brücke war jahrelang Aufenthaltsort für Obdachlose. Es habe “sehr, sehr viele Beschwerden“ über die Szene gegeben, begründet der Sprecher des zuständigen Bezirksamts Mitte das Vorgehen. Der Sozialarbeiter der Obdachlosenzeitung Hinz&Kunzt, Stephan Karrenbauer, kritisierte eine “Vertreibungspolitik“ des Bezirksamts - auch damit die Umgebung der Landungsbrücken für Touristen gut aussehe. “Von diesem Geld hätte man doch ohne weiteres Container zahlen können“, sagte Karrenbauer.

dpa

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