Aktivisten blockieren Gleise in Karlsruhe

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Mit einer Schutzmaske protestierte Stefanie Pfeiffer am Montag in Greifswald bei einem "Atomalarm" gegen den bevorstehenden Castor-Transport mit hochradioaktivem Abfall aus Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin.

Karlsruhe - Greenpeace-Aktivisten haben am Dienstagmorgen in Karlsruhe Bahngleise blockiert, um gegen den bevorstehenden Castor-Transport zu protestieren. Die Polizei greift durch.

Etwa 35 Atomkraftgegner demonstrierten auf der Bahnstrecke vor der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage (WAK). Elf von ihnen ketteten sich nach Polizeiangaben ans Tor der Anlage. Sie wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Andere Demonstranten ketteten sich an die Schienen. Greenpeace setzte nach eigenen Angaben einen Container mit einer ausfahrbaren Plattform auf den Gleisen ab.

An diesem Mittwoch sollen 56 Tonnen radioaktiver Abfall aus der vor zwei Jahrzehnten stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe auf die Schienen gesetzt werden. Der erste Atommülltransport dieses Jahres geht in das Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Um Blockaden zu verhindern, besteht entlang der Stadtbahnstrecke in Karlsruhe eine Verbotszone mit eingeschränktem Versammlungsrecht. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe lehnte zwei Eilanträge gegen das vorübergehende Versammlungsverbot der Stadt ab.

dpa

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