Freier betäubt und bestohlen

Anklage im Düsseldorfer Rotlicht-Skandal

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Das beschuldigte Bordell wurde im vergangenen Juli bei einer Razzia durchsucht (Archivfoto).

Düsseldorf - Reihenweise sollen in einem Düsseldorfer Bordell im vergangenen Jahr Freier betäubt worden sein, um ihre Kreditkarten zu plündern. Nun sind acht Verdächtige angeklagt.

Das DüsseldorferLandgericht und der Kölner Rechtsanwalt Abdou Gabbar bestätigten am Dienstag die Anklage gegen acht Verdächtige. „Rotlicht“-König Bert Wollersheim sei nicht darunter. In Düsseldorfer Bordellen sollen Freier reihenweise mit K.o.-Tropfen, Kokain-Mixturen und anderen „bewusstseinstrübenden Mitteln“ willenlos gemacht worden sein, damit die Täter ihre Kreditkarten plündern konnten. Die Anklage listet 27 Fälle auf.

Bei einer eigens eingerichteten Telefon-Hotline hatten sich sogar etwa 50 mutmaßliche Geschädigte, auch aus Übersee, bei der Polizei gemeldet. Die Rotlicht-Betriebe wurden im Juli für mehrere Monate geschlossen und konnten erst mit neuer Geschäftsführung wieder öffnen. Zeitweise saßen neun Beschuldigte in Untersuchungshaft. Die Düsseldorfer Rotlicht-Größe Bert Wollersheim kam im August wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen hatten ihn entlastet.

Die Kredit- oder Scheckkarten der Opfer sollen bis ans Limit belastet und mehrere 10 000 Euro abgebucht worden sein. Einzelne, noch benommene Kunden sollen nach dem Erwachen unter der Drohung, man werde sie sonst nicht gehen lassen, weitere Zahlungen geleistet haben.

dpa

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