Betrug beim Terror-Prozess?

Anwalt eines nicht existierenden NSU-Opfers angeklagt

+
Der Anwalt soll 211.000 Euro an Sitzungs- und Reisespesen kassiert haben. Foto: Stephan Jansen

Aachen (dpa) - Ein Anwalt, der im Münchner NSU-Prozess ein gar nicht existierendes Opfer vertreten haben soll, ist in Aachen wegen Betrugs in besonders schwerem Fall angeklagt. Das erklärte das Landgericht am Mittwoch.

Der Anwalt hatte demnach jahrelang vor dem Münchner Oberlandesgericht ein angebliches Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße als Nebenkläger vertreten. Dafür soll er 211.000 Euro an Sitzungs- und Reisespesen kassiert haben. Zuvor hatte "Focus Online" berichtet.

Außerdem ist der Anwalt im Zusammenhang mit dem Prozess um die tödliche Loveparade-Katastrophe wegen Urkundenfälschung und Anstiftung zu falscher Versicherung an Eides statt angeklagt. Mit falschen Angaben zum Gesundheitszustand seines Mandanten habe er sich den Zugang als Nebenklagevertreter erschleichen wollen. Ein anderes Opfer soll er dazu überredet haben, ihm eine Blanko-Vollmacht auszustellen, die er dann einem Kollegen zugeschanzt haben soll.

focus online

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

20 Feuerwehrleute beim Brand einer Fabrik in Iserlohn verletzt 
20 Feuerwehrleute beim Brand einer Fabrik in Iserlohn verletzt 
Ärzte finden Schildkröte in Unterleib einer Frau - Polizei geht nun schlimmem Verdacht nach
Ärzte finden Schildkröte in Unterleib einer Frau - Polizei geht nun schlimmem Verdacht nach
Heftige Unwetter! Die Sturm-Bilanz der Feuerwehr und Polizei
Heftige Unwetter! Die Sturm-Bilanz der Feuerwehr und Polizei
Moorbrand wird zum Katastrophenfall
Moorbrand wird zum Katastrophenfall

Kommentare